Pfizer Aktie: Pipeline unter Druck
Pfizer steckt mitten in einem der größten Umbauvorhaben seiner Unternehmensgeschichte. Der Pharmakonzern kämpft gegen einen drohenden Patentklippenabfall an – und setzt dabei auf Milliardenwetten in der Onkologie und im Obesitas-Markt. Ob die Rechnung aufgeht, entscheidet sich in den nächsten Jahren.
Solider Jahresabschluss, aber strukturelle Bremsen
Das vierte Quartal 2025 lief besser als erwartet. Pfizer erzielte einen Gewinn je Aktie von 0,66 Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 0,57 Dollar. Auch beim Umsatz lag der Konzern mit 17,56 Milliarden Dollar über den Erwartungen.
Der Gesamtjahresumsatz 2025 belief sich auf 62,6 Milliarden Dollar – ein leichter Rückgang gegenüber 2024. Ohne die Covid-Produkte Comirnaty und Paxlovid wuchs das Geschäft operativ um 6 Prozent. Das zeigt, wie stark das Kerngeschäft von den auslaufenden Pandemieerlösen abhängt.
Für 2026 erwartet Pfizer Umsätze zwischen 59,5 und 62,5 Milliarden Dollar. Zwei Faktoren belasten die Prognose besonders: Covid-Produkte dürften rund 1,5 Milliarden Dollar weniger einbringen als 2025, und auslaufende Patente kosten weitere 1,5 Milliarden Dollar an Umsatz. Hinzu kommen Gegenwind durch die US-Medikamentenpreispolitik und bestehende Zölle.
Der eigentliche Druck kommt in den Folgejahren: 2027 sollen Patentabläufe bereits über 3 Milliarden Dollar kosten, 2028 sogar mehr als 6 Milliarden. Pfizer selbst rechnet nicht vor 2029 mit einem Wachstum auf Gesamtkonzernebene.
Onkologie und Obesitas als Gegenwette
Um die Lücke zu schließen, hat Pfizer massiv investiert. Nach der 43-Milliarden-Dollar-Übernahme von Seagen folgte zuletzt ein 10-Milliarden-Dollar-Deal mit dem Obesitas-Spezialisten Metsera. Guggenheim hat seine Kaufempfehlung für die Aktie bekräftigt und hebt die strategische Bedeutung dieser Transaktion für den boomenden Gewichtsreduktionsmarkt hervor.
In der Onkologie gab es einen konkreten Erfolg: Die FDA erteilte die vollständige Zulassung für BRAFTOVI in Kombination mit weiteren Wirkstoffen als erste zielgerichtete Erstlinientherapie bei einer bestimmten Form von metastasierendem Darmkrebs. Die Studiendaten zeigten eine Reduktion des Sterberisikos um 51 Prozent gegenüber Chemotherapie. Auch das Brustkrebsmittel Tucatinib lieferte in einer Phase-3-Studie vielversprechende Ergebnisse mit einer Risikoreduktion für Krankheitsprogression oder Tod von 35,9 Prozent.
2026 plant Pfizer den Start von rund 20 wichtigen Zulassungsstudien – darunter zehn für Obesitas-Wirkstoffe aus dem Metsera-Portfolio und vier für einen Krebsantikörper aus einer Lizenzvereinbarung mit 3SBio.
Analysten uneinig, Dividende stabil
Das Analystenbild ist gespalten. BMO Capital hält an seiner Outperform-Einstufung mit einem Kursziel von 30 Dollar fest. Barclays und die Royal Bank of Canada hingegen starteten die Abdeckung im Februar 2026 jeweils mit einer Untergewichten-Empfehlung und einem Kursziel von 25 Dollar.
Für einkommensorientierte Anleger bleibt Pfizer dennoch attraktiv: Das Unternehmen zahlt seit 349 aufeinanderfolgenden Quartalen eine Dividende. Die aktuelle Quartalsdividende von 0,43 Dollar je Aktie entspricht einer annualisierten Rendite von rund 6,3 Prozent.
CEO Albert Bourla hat zudem bestätigt, dass das Kostensenkungsprogramm auf Kurs liegt – mit einem Gesamtvolumen von 7,2 Milliarden Dollar, das größtenteils bis Ende 2026 realisiert werden soll. Aktienrückkäufe sind für 2026 nicht geplant; das verfügbare Kapital fließt stattdessen in Forschung und Entwicklung, für die Pfizer zwischen 10,5 und 11,5 Milliarden Dollar veranschlagt.
Mit 20 erwarteten Studienergebnissen im laufenden Jahr wird 2026 zum ersten echten Stresstest für Pfizers Transformationsstrategie – bevor die volle Last der Patentabläufe ab 2027 greift.
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