Der Corona-Impfstoff bescherte Pfizer historische Rekordgewinne, doch dieser Ausnahme-Boom ist längst vorbei. Nun steht der Pharmagigant vor einer gewaltigen Lücke, da in den kommenden Jahren wichtige Patente für umsatzstarke Medikamente auslaufen. Um den drohenden Umsatzschwund zu stoppen, investiert der Konzern zweistellige Milliardenbeträge in Krebs- und Abnehmpräparate. Kann diese strategische Neuausrichtung das Wachstum rechtzeitig zurückbringen?

Die Prognose für das Jahr 2026 spiegelt diese schwierige Übergangsphase deutlich wider. Pfizer rechnet mit einem Umsatz zwischen 59,5 und 62,5 Milliarden US-Dollar. Dabei belasten primär zwei Faktoren die Bilanz: Die Einnahmen aus Covid-19-Produkten sinken voraussichtlich um weitere 1,5 Milliarden Dollar, während auslaufende Patente ebenfalls rund 1,5 Milliarden Dollar kosten werden. An der Börse hat sich der Wert nach einer langen Durststrecke zuletzt etwas stabilisiert. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Plus von rund 9 Prozent und notiert aktuell bei 23,42 Euro.

Neue Treiber: Onkologie und Adipositas

Um die wegbrechenden Einnahmen zu kompensieren, hat das Management tief in die Tasche gegriffen. Die 43 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Seagen macht Pfizer auf einen Schlag zu einem Schwergewicht in der Onkologie und bringt wichtiges Know-how bei Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten ins Haus. Gleichzeitig drängt das Unternehmen mit der 10 Milliarden Dollar teuren Übernahme von Metsera in den hochprofitablen Markt für Adipositas-Medikamente.

Hier ruhen die Hoffnungen vor allem auf dem Wirkstoff PF'3944. Das Präparat zeigte in Studien bereits eine Gewichtsreduktion von über 12 Prozent und geht nun in die entscheidende Phase-3-Prüfung. Damit positioniert sich Pfizer als direkter Herausforderer der aktuellen Platzhirsche Novo Nordisk und Eli Lilly.

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Kostendisziplin und Dividende

Bis die neuen Medikamente nennenswerte Gewinne abwerfen, verordnet sich der Konzern ein striktes Sparprogramm. Pfizer hat bereits Einsparungen von 4,5 Milliarden Dollar realisiert und peilt bis 2027 netto 7,7 Milliarden Dollar an. Das frei werdende Kapital fließt primär in die Forschung und Entwicklung, weshalb für 2026 keine Aktienrückkäufe geplant sind. Für Anleger bleibt der Titel in dieser Phase vor allem wegen der Ausschüttungspolitik interessant: Mit einer Dividendenrendite von aktuell rund 6,4 Prozent gehört Pfizer weiterhin zu den stärksten Dividendenzahlern im S&P 500.

Das Management rechnet erst ab 2029 wieder mit einem signifikanten Wachstum, wenn die neuen Produktlinien die absehbaren Verluste durch auslaufende Blockbuster-Patente wie bei Eliquis oder Ibrance überkompensieren sollen. Bis dahin markiert 2026 ein entscheidendes Jahr für die klinische Forschung des Konzerns: Mit dem Start von über 20 zulassungsrelevanten Phase-3-Studien wird sich in den kommenden Monaten konkret zeigen, ob die neu aufgebaute Pipeline die hohen Erwartungen in der Praxis erfüllen kann.

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