Bitcoin befindet sich Mitte März 2026 in einer anhaltenden Korrekturphase – und dennoch dominieren zwei Themen die Diskussion: die aggressive Kaufstrategie von Strategy sowie ein wichtiger Schritt zur Quantenresistenz des Protokolls. Preis und Fundamentaldaten entwickeln sich gerade in entgegengesetzte Richtungen.

Strategy verdoppelt den Einsatz

Der größte institutionelle Käufer der Woche war erneut Strategy, ehemals bekannt als MicroStrategy. Das Unternehmen erwarb zwischen dem 2. und 8. März insgesamt 17.994 Bitcoin für rund 1,28 Milliarden US-Dollar – seinen 102. Kauf in Folge und den elften wöchentlichen Zukauf nacheinander. Rund 900 Millionen Dollar davon wurden über den Verkauf von Stammaktien finanziert.

Allein in den ersten 68 Tagen des Jahres 2026 hat Strategy damit 66.231 Bitcoin angehäuft. Der Gesamtbestand liegt nun bei 738.731 BTC – das entspricht rund 3,4 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots.

Die Finanzierungsstruktur verdient dabei Beachtung: Strategy zahlt derzeit eine jährliche Rendite von 11,5 Prozent auf das eingesammelte Kapital, das monatlich neu berechnet wird und seit Einführung mehrfach erhöht wurde. Damit die Strategie aufgeht, muss Bitcoin schneller steigen als diese Verbindlichkeiten wachsen.

Technisch gesehen ist das Timing heikel. Auf dem 3-Tages-Chart hat sich ein sogenanntes Death Cross gebildet: Der 50-Perioden-Durchschnitt unterschritt den 200-Perioden-Durchschnitt – das erste derartige Signal seit 2022. In früheren Zyklen, etwa 2018 und 2022, folgte auf dieses Muster oft die schmerzhafteste Phase der Korrektur mit Kursrückgängen von 45 bis 52 Prozent.

Quantenresistenz rückt auf die Agenda

Parallel zur institutionellen Dynamik gewinnt eine technische Entwicklung an Bedeutung. Am 11. Februar wurde Bitcoin Improvement Proposal 360 (BIP-360) in das offizielle BIP-Repository aufgenommen. Es führt einen neuen Output-Typ namens Pay-to-Merkle-Root (P2MR) ein, der als quantenresistente Alternative zu bestehenden Formaten konzipiert ist.

Der Hintergrund: Quantencomputer könnten theoretisch aus öffentlich sichtbaren Schlüsseln private Schlüssel ableiten und damit Wallets kompromittieren. Besonders Taproot-Adressen sowie ältere Pay-to-Public-Key-Outputs gelten als anfälliger, da ihre öffentlichen Schlüssel auf der Blockchain sichtbar sind. BIP-360 adressiert dieses Risiko, indem es den direkten Schlüsselpfad vollständig entfernt und stattdessen ausschließlich auf einen Merkle-Baum von Skripten setzt.

Sollte BIP-360 aktiviert werden, würde es schrittweise beeinflussen, wie neue Bitcoin-Outputs erstellt und gesichert werden. Wallets könnten P2MR-Adressen – erkennbar am Präfix „bc1z" – als optionale, quantengehärtete Variante für Langzeitbestände einführen.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bitcoin?

Marktlage: Vorsicht trotz positiver Signale

Bitcoin hält sich derzeit knapp über der Marke von 70.000 US-Dollar, liegt damit aber rund 26 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt – ein deutliches Zeichen für den anhaltenden Abwärtsdruck. Seit Jahresbeginn hat die Kryptowährung rund 20 Prozent an Wert verloren.

Das Marktsentiment bleibt vorsichtig, obwohl positive Branchennachrichten zuletzt nicht ausbleiben. Die Intercontinental Exchange, Eigentümerin der New York Stock Exchange, investierte in die Kryptobörse OKX mit einer Bewertung von 25 Milliarden Dollar. US-Präsident Donald Trump sprach sich öffentlich dafür aus, dass traditionelle Banken eine funktionierende Beziehung zur Kryptoindustrie aufbauen sollen.

Dennoch reagiert Bitcoin zunehmend weniger auf brancheninterne Nachrichten und stärker auf makroökonomische Faktoren wie den US-Dollar-Index und Zinsentwicklungen. Die enge Kopplung an den Nasdaq – Folge der institutionellen Marktdurchdringung der vergangenen Jahre – führte zuletzt dazu, dass Bitcoin gemeinsam mit Technologieaktien unter Druck geriet.

Auf der anderen Seite zeigen On-Chain-Daten erste Stabilisierungszeichen: Die Netto-Verkaufsaktivität langfristiger Halter sank von minus 243.737 BTC Anfang Februar auf minus 31.967 BTC Anfang März – ein Rückgang um 87 Prozent. Große Wallets mit 1.000 bis einer Million BTC zeigen seit dem 5. März kaum Bewegung, was auf eine abwartende Haltung großer Marktteilnehmer hindeutet. Zudem flossen im bisherigen Monatsverlauf knapp 700 Millionen Dollar in US-amerikanische Bitcoin-ETFs.

Infrastruktur wächst, Angebot schrumpft

Während der Kurs korrigiert, reift die Marktinfrastruktur weiter. Rund 1,32 Millionen Bitcoin sind noch nicht geschürft – weniger als sieben Prozent des Gesamtangebots. Hinzu kommen schätzungsweise drei bis vier Millionen dauerhaft verlorene BTC. Das effektiv verfügbare Angebot wird damit zunehmend knapper, während institutionelle Nachfrage durch Käufer wie Strategy und ETF-Zuflüsse weiter besteht.

Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob die technischen Belastungssignale oder die strukturellen Nachfragefaktoren die Oberhand gewinnen – ein Gleichgewicht, das derzeit noch nicht gefunden ist.

Anzeige

Bitcoin: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 11. März liefert die Antwort:

Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Bitcoin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...