Eine üppige Dividendenrendite von über sechs Prozent lockt normalerweise reihenweise Anleger an. Bei dem US-Pharmakonzern Pfizer sorgt genau dieser Wert aktuell für intensive Diskussionen. Denn während das Management an den hohen Ausschüttungen festhält, übersteigen die Zahlungen mittlerweile den frei verfügbaren Cashflow.

Zahlungen übersteigen Cashflow

Ein Blick auf die Bilanzen des vergangenen Geschäftsjahres offenbart das Problem. Die Dividendenzahlungen summierten sich auf 9,77 Milliarden US-Dollar, während der freie Cashflow lediglich bei 9,07 Milliarden lag. Diese Lücke von knapp 695 Millionen US-Dollar treibt die Ausschüttungsquote auf über 100 Prozent. Die Konzernführung rechtfertigt das Festhalten an der Dividende mit einem Wachstum von sechs Prozent im Nicht-COVID-Portfolio. Das Management rechnet mit einer baldigen Stabilisierung der Zahlungsströme.

Politischer Druck und Analystenstimmen

Erschwert wird die Lage durch externe Faktoren in den USA. Mögliche regulatorische Eingriffe zur Senkung der heimischen Medikamentenpreise belasten die Bewertung des Unternehmens. Analysten von Wolfe Research verweisen auf diese politischen Risiken, die die Margen über Jahre hinweg drücken könnten. Sie stufen den Titel mit einem Kursziel von 24,00 US-Dollar auf "Underperform" ein.

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Gleichzeitig nutzen wertorientierte Investoren das aktuelle Preisniveau für Zukäufe. So stockte Chesley Taft & Associates die eigene Position kürzlich um über 41 Prozent auf und erwarb fast 61.000 zusätzliche Anteile. An der Börse spiegelt sich diese gemischte Nachrichtenlage in einer Seitwärtsbewegung wider. Aktuell pendelt der Kurs bei 23,54 Euro und notiert damit nur knapp über der 50-Tage-Linie.

Ausblick auf das laufende Jahr

Der nächste wichtige Termin für die Kapitalallokation des Konzerns steht bereits fest. Am 5. Mai 2026 wird Pfizer die Zahlen für das erste Quartal präsentieren. Um die bereinigte Ausschüttungsquote wieder auf ein nachhaltiges Niveau von unter 65 Prozent zu drücken, muss das Unternehmen seine Gewinnprognose für 2026 von 2,80 bis 3,00 US-Dollar je Aktie zwingend erreichen.

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