Der Zahlungsdienstleister PayPal versucht derzeit, mit einer Ausweitung seines Stablecoins PYUSD in 70 Länder neue Wachstumsquellen zu erschließen. Gleichzeitig kämpft der frisch gebackene CEO Enrique Lores mit einem stagnierenden Kerngeschäft und juristischem Ärger. Diese Gemengelage sorgt bei Investoren für anhaltende Skepsis.

Schwächelndes Kerngeschäft zwingt zum Handeln

Hinter der in dieser Woche bestätigten Krypto-Expansion steht ein klares strategisches Motiv. Das traditionelle "Branded Checkout"-Geschäft, lange Zeit der wichtigste Ertragsbringer des Konzerns, verliert an Schwung. Im vierten Quartal 2025 fiel das Wachstum des Zahlungsvolumens in diesem Segment auf magere ein Prozent, nachdem es im Vorjahr noch bei sechs Prozent gelegen hatte.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, positioniert PayPal seinen an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin nun global in Regionen wie Asien-Pazifik, Europa und Lateinamerika. Ziel ist es, digital affinen Händlern und Konsumenten schnellere und günstigere grenzüberschreitende Transaktionen zu ermöglichen und sich so Marktanteile im modernen Zahlungsverkehr zu sichern.

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Neuer Chef vor großen Hürden

Die Umsetzung dieser Strategie liegt in den Händen von Enrique Lores. Der ehemalige HP-Chef hat am 1. März 2026 das Ruder von Alex Chriss übernommen. Seine vordringlichste Aufgabe besteht darin, das Unternehmen nach einem schweren Kurseinbruch im Februar zu stabilisieren. Damals hatte die Aktie an einem einzigen Tag 20 Prozent nachgegeben und rund zehn Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung vernichtet.

Auslöser für die Talfahrt waren einkassierte Finanzziele für 2027 und ein enttäuschender Ausblick für das laufende Jahr. Entsprechend niedrig fällt die aktuelle Bewertung aus. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 8,48 wird PayPal mit einem deutlichen Abschlag zum Branchendurchschnitt von 17,71 gehandelt. Dieser Pessimismus zeigt sich auch im Chartbild: Mit einem gestrigen Schlusskurs von 38,19 Euro hat das Papier auf Zwölfmonatssicht über 40 Prozent an Wert verloren.

Juristischer Ärger als Bremsklotz

Erschwerend kommen rechtliche Auseinandersetzungen hinzu. Erst gestern erneuerten Aktionärsanwaltskanzleien wie Hagens Berman ihre Aufrufe zu laufenden Sammelklagen. Der Vorwurf der Investoren: Das Management soll wesentliche negative Fakten über die tatsächliche Wachstumsdynamik und die Umsetzungsprobleme der Checkout-Initiativen verschwiegen haben.

Bis zum 20. April 2026 läuft die Frist für die Benennung eines Hauptklägers in diesem Verfahren. Für CEO Lores bedeutet das konkret: Neben der operativen Neuausrichtung durch die Stablecoin-Infrastruktur muss er in den kommenden Wochen vor allem juristische Altlasten moderieren, um das Vertrauen des Kapitalmarkts schrittweise wieder aufzubauen.

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