BP Aktie: Erfolgsjahr vorausgesagt!
Der Energiekonzern BP drückt beim internen Umbau aufs Tempo. Während der Ölpreis aufgrund geopolitischer Spannungen in die Höhe schießt, trennt sich das Unternehmen von seiner deutschen Raffinerie in Gelsenkirchen und schraubt die eigenen Sparziele deutlich nach oben. Diese strategische Neuausrichtung ruft nun auch die Analysten auf den Plan.
Fokus auf finanzielle Disziplin
Der Verkauf der Anlage in Gelsenkirchen an die Klesch Group markiert einen wichtigen Schritt in der Portfolio-Rotation des Unternehmens. Bis zur geplanten Umsetzung in der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen rund 1.800 Mitarbeiter den Besitzer wechseln. Die Raffinerie verfügt über eine jährliche Verarbeitungskapazität von 12 Millionen Tonnen.
Parallel zu dieser Veräußerung verschärft das Management die finanzielle Disziplin. Das Ziel für strukturelle Kostensenkungen bis 2027 wurde um eine Milliarde US-Dollar auf nun 6,5 bis 7,5 Milliarden US-Dollar angehoben. Diese Summe entspricht etwa 30 Prozent der Kostenbasis des Jahres 2023. Damit will der Konzern seine Bilanz stärken und den zukünftigen Cashflow absichern.
Analysten honorieren den Schuldenabbau
Finanzinstitute reagieren positiv auf das beschleunigte Restrukturierungsprogramm. Am Freitag hob HSBC die Einstufung von „Reduce“ auf „Hold“ an und passte das Kursziel massiv von 35,10 auf 45,30 US-Dollar an. Als Hauptgrund nannten die Experten den Abbau von Verbindlichkeiten durch den Raffinerie-Verkauf, der das Unternehmen um Verpflichtungen in Höhe von bis zu 1,7 Milliarden US-Dollar entlasten könnte.
Der breite Analystenkonsens bleibt mit einem durchschnittlichen Kursziel von 38,28 US-Dollar allerdings vorerst bei einer abwartenden Haltung. An der Börse notierte das Papier am Freitag nach einem leichten Tagesverlust bei 6,45 Euro, blickt aber auf ein starkes Jahresplus von über 27 Prozent zurück.
Spannungen an mehreren Fronten
Dieser strategische Umbau findet in einem extrem volatilen Marktumfeld statt. Starke Blockaden in der Straße von Hormus, wo fast 20 Prozent der globalen Öl- und LNG-Lieferungen feststecken, haben den Preis für Brent-Rohöl auf rund 112 US-Dollar pro Barrel getrieben. Um die globalen Lieferketten zu entlasten, erließ die US-Regierung am Donnerstag eine 60-tägige Ausnahmeregelung für den Jones Act, die es ausländischen Schiffen erlaubt, Güter zwischen US-Häfen zu transportieren.
Neben den globalen Verwerfungen muss BP auch interne Hürden meistern. In der Whiting-Raffinerie in Indiana, der weltweit größten Anlage des Konzerns, kam es nach gescheiterten Vertragsverhandlungen zu einer Aussperrung von rund 800 gewerkschaftlich organisierten Arbeitern. Trotz dieser lokalen Arbeitskämpfe erwartet das Management keine nennenswerten Produktionsausfälle. Der Fokus liegt nun auf der konsequenten Umsetzung der bis 2027 anvisierten Veräußerungen im Wert von 20 Milliarden US-Dollar, von denen bereits mehr als elf Milliarden vertraglich gesichert sind.
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