PayPal kämpft gleichzeitig an mehreren Fronten: Regulierungsbehörden erhöhen den Druck, institutionelle Investoren reduzieren ihre Positionen, und ein neuer CEO muss das Unternehmen durch turbulente Gewässer steuern. Die jüngsten Quartalszahlen haben die Lage nicht gerade entspannt.

FTC-Warnung wegen "Debanking"

Am 26. März richtete FTC-Vorsitzender Andrew Ferguson formelle Warnschreiben an die CEOs von PayPal und drei weiteren großen Zahlungsdienstleistern. Der Vorwurf: sogenannte "Debanking"-Praktiken, also die mutmaßliche Verweigerung von Finanzdienstleistungen gegenüber Kunden aufgrund politischer oder religiöser Überzeugungen. Die FTC stellt sich auf den Standpunkt, dass eine solche ideologisch motivierte Zugangsbeschränkung gegen den FTC Act verstoßen könnte. Konkret droht die Behörde mit formellen Untersuchungen und möglichen Durchsetzungsmaßnahmen.

Institutionelle Verkäufe und Insider-Aktivität

Parallel dazu zeigen aktuelle Pflichtmitteilungen, dass das französische Investmenthaus Amiral Gestion seine PayPal-Position im vierten Quartal 2025 um 43,7 Prozent reduziert hat — das entspricht dem Verkauf von 183.420 Aktien. Zwar bleibt PayPal die achtgrößte Position im Portfolio des Fonds, mit einem Restbestand im Wert von rund 13,8 Millionen US-Dollar. Dennoch ist die Signalwirkung eines solchen Schritts nicht zu übersehen.

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Hinzu kommt Insider-Selling: EVP Frank Keller veräußerte Anfang März knapp 30.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 46,02 US-Dollar. Insgesamt beliefen sich die Insider-Verkäufe im zurückliegenden Quartal auf rund 87.600 Aktien.

Schwache Zahlen, neuer Kurs

Die Quartalsergebnisse für Q4 2025 haben die Erwartungen verfehlt. Der Umsatz lag mit 8,68 Milliarden US-Dollar unter dem Analysten-Konsens von 8,78 Milliarden. Der bereinigte Gewinn je Aktie kam mit 1,23 US-Dollar rund 4,5 Prozent unter den Prognosen herein.

Seit Jahresbeginn hat die Aktie knapp 24 Prozent an Wert verloren und notiert damit deutlich unterhalb ihrer gleitenden Durchschnitte der letzten 50 und 200 Tage.

Neuer CEO Enrique Lores, seit 1. März im Amt, setzt auf ein profitabilitätsorientiertes Modell mit Fokus auf stabilere Margen und eine verbesserte Performance beim Kerngeschäft Branded Checkout. Das Unternehmen hat zudem den Zugang zu seinem Stablecoin auf 70 Märkte ausgeweitet und verzeichnet weiteres Wachstum bei Venmo. Analysten bleiben vorerst bei einer "Hold"-Einstufung — die strategische Neuausrichtung braucht Zeit, und die regulatorischen Risiken sind noch nicht ausgeräumt.

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