Der Iran-Konflikt lässt die Märkte nicht los. Zum Wochenschluss verlor der deutsche Leitindex 1,38 Prozent auf 22.300,75 Punkte — der Treiber dahinter ist eindeutig: Rohöl der Nordseesorte Brent kletterte erneut über die Marke von 110 Dollar je Barrel.

Dabei ist die Verlängerung des US-Ultimatums an den Iran bis zum 6. April kein Grund zur Entwarnung. Ein Marktbeobachter brachte es treffend auf den Punkt: Die Verschiebung fühle sich an wie ein Händler, der eine Verlustposition einfach in die Zukunft verschiebt. Die Eskalationsgefahr bleibt — sie versteckt sich nur hinter den Schlagzeilen.

Straße von Hormus: Die entscheidende Engstelle

Solange die Straße von Hormus faktisch blockiert ist, haben Anleger keinen ruhigen Moment. Die strategisch wichtige Meerenge — über die ein erheblicher Teil der weltweiten Energielieferungen läuft — bleibt kaum passierbar. Die iranische Basidsch-Miliz hat zuletzt drei Containerschiffen die Durchfahrt verwehrt, Israels Verteidigungsminister kündigte derweil eine Ausweitung der Angriffe an.

Die Nachrichtenlage bleibt widersprüchlich: Trump spricht von „sehr guten" Gesprächen, Teheran dementiert diese mehrfach. Pakistan hat zwar seine Rolle als Vermittler bestätigt — doch konkrete Fortschritte sind nicht in Sicht.

Sollten Anleger jetzt Gewinne mitnehmen? Oder ist DAX noch einen Einstieg wert?

Bondmarkt sendet Warnsignal

Besonders auffällig: Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte auf 3,12 Prozent — den höchsten Stand seit 15 Jahren. Der Rentenmarkt preist damit bereits steigende Inflationsrisiken ein. Für die Europäische Zentralbank rechnen Beobachter mittlerweile sogar mit drei Zinserhöhungen bis Jahresende. Eine bittere Ironie: Ausgerechnet jetzt, wo die Wirtschaft unter Lieferkettenstörungen leidet, könnte die Inflation wieder über drei Prozent springen.

Auf Wochensicht büßte der DAX knapp 0,4 Prozent ein — und blieb damit innerhalb der enormen Handelsspanne vom Montag, als der Index im Tagesverlauf zwischen 21.863 und 23.178 Punkten pendelte. Vom Allzeithoch bei 25.507 Punkten, das im Januar markiert wurde, ist der Leitindex inzwischen weit entfernt.

Warten auf Ostern

Die Karwoche bietet strukturell wenig Spielraum: Karfreitag und Ostermontag sind Feiertage — und Trumps Frist läuft passenderweise genau auf Ostermontag zu. Einige Marktstrategen sehen darin zumindest die Chance auf eine kurze Atempause. Anleger könnten die Feiertage nutzen, um die Lage neu zu bewerten, bevor sie über eine Rückkehr in den Aktienmarkt entscheiden.

Die Quartalssaison für das erste Quartal rückt derweil näher. Unternehmen werden erklären müssen, wie sie mit steigendem Kostendruck durch teure Energie umgehen — und ob KI-gestützte Produktivitätssteigerungen das abfedern können. Das dürfte zum echten Stimmungstest für die deutsche Wirtschaft werden.

DAX: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 28. März liefert die Antwort:

Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...