Palantir Aktie: Warnung vor Crash
Die Palantir-Aktie kennt seit Jahresbeginn fast nur den Weg nach oben, angetrieben von einer massiven Euphorie rund um künstliche Intelligenz. Doch nun mehren sich prominente Stimmen, die vor einer schmerzhaften Korrektur warnen. Während das operative Geschäft auf Hochtouren läuft, ziehen Analysten und Star-Investor Michael Burry beunruhigende Parallelen zur Dotcom-Blase und sehen ein enormes Rückschlagspotenzial.
Analyst sieht 75 Prozent Abwärtspotenzial
Die deutlichste Warnung kommt von RBC Capital. Analyst Rishi Jaluria hält an seiner negativen Einschätzung fest und nennt ein Kursziel von 50 US-Dollar für das Jahr 2026. Angesichts des aktuellen Kursniveaus impliziert diese Prognose einen theoretischen Wertverlust von bis zu 75 Prozent.
Verantwortlich für diese pessimistische Haltung ist vor allem die Bewertung der Aktie. Jaluria verweist auf ein Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von rund 117 auf Basis der letzten zwölf Monate. Zudem wird das Unternehmen mit dem 244-fachen des erwarteten Gewinns für 2025 gehandelt. Der Analyst argumentiert, dass solche Multiplikatoren selbst bei beschleunigtem Wachstum kaum dauerhaft haltbar sind und eine Anpassung an fundamentale Kennzahlen notwendig erscheint.
Michael Burry zieht historische Vergleiche
Unterstützung erhalten die Skeptiker von Michael Burry. Der durch "The Big Short" bekannte Investor vergleicht die aktuelle Situation bei Palantir öffentlich mit dem Unternehmen "DiamondCluster" während des Platzens der Internetblase Ende der 90er Jahre. Burry sieht Parallelen zwischen dem heutigen KI-Hype und damaligen Übertreibungen. Er warnt davor, dass der Markt derzeit ein perfektes Szenario einpreist, das sich realwirtschaftlich möglicherweise nicht in diesem Umfang materialisiert.
Operatives Wachstum als Gegenpol
Trotz der Bewertungsbedenken liefert Palantir operativ starke Zahlen. Im dritten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 63 Prozent auf 1,18 Milliarden Dollar – das neunte Quartal mit beschleunigtem Wachstum in Folge. Besonders das US-Geschäft mit kommerziellen Kunden wuchs rasant um 121 Prozent. Auch unter dem Strich konnte das Unternehmen überzeugen und steigerte den Nettogewinn im Jahresvergleich um 219 Prozent. Strategische Partnerschaften, etwa mit Nvidia zur Einführung von KI-Lösungen in Nischensektoren, sollen diesen Trend fortsetzen.
Insider nutzen die hohen Kurse
Ein Blick auf die Handelsaktivitäten zeigt ein gespaltenes Bild. Während institutionelle Anleger wie Federated Hermes und Cerity Partners ihre Positionen zuletzt ausbauten, dominieren bei den Insidern die Verkäufe. In den vergangenen 90 Tagen trennten sich Führungskräfte von Aktien im Wert von rund 168 Millionen Dollar.
Die Diskrepanz zwischen operativer Exzellenz und astronomischer Bewertung definiert das aktuelle Risiko für Anleger. Ob die Aktie ihr hohes Niveau halten kann, hängt davon ab, ob das Wachstum die extremen Multiplikatoren schnell genug rechtfertigen kann, bevor die von RBC skizzierte Neubewertung am Markt greift.
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