Palantir meldet heute eine deutlich ausgebaute Partnerschaft mit HD Hyundai in Südkorea und erhält gleichzeitig Rückenwind von Citigroup durch ein höheres Kursziel. An der Börse spiegelt sich das jedoch nur begrenzt wider, die Aktie steht zuletzt unter leichtem Druck. Im Markt prallen aktuell starke Wachstumsfantasie und hohe Bewertung auf sichtbare Insider- und Institutsverkäufe.

Erweiterte Partnerschaft mit HD Hyundai

Palantir hat heute die konzernweite Ausweitung der strategischen Kooperation mit HD Hyundai bestätigt. Es handelt sich um die größte und am längsten laufende Partnerschaft des Unternehmens in Südkorea.

Die Zusammenarbeit, die 2021 mit HD Hyundai Oilbank begann, wird nun auf alle Gesellschaften des Konzerns ausgedehnt. Palantirs Foundry-Plattform und die Artificial Intelligence Platform (AIP) sollen künftig in mehreren Bereichen zum Einsatz kommen:

  • Schiffbau und maritime Dienste: Unterstützung der Initiative „Future of Shipyard“
  • Energiesektor: weitere Optimierung von Raffinerieprozessen, wo bereits messbare Effekte erzielt wurden
  • Robotik und elektrische Systeme: Verknüpfung von Datenanalyse und Hardwareproduktion

Zusätzlich planen die Partner ein gemeinsames Center of Excellence, um die Lösungen weiterzuentwickeln. Damit stärkt Palantir seine Stellung im asiatischen Industriebereich und unterlegt die eigene Wachstumsstory im kommerziellen Geschäft mit einem konkreten Großprojekt.

Citigroup hebt Kursziel deutlich an

Im Kontrast zur jüngsten Kursentwicklung hat Citigroup die Aktie am 19. Januar auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel auf 235 US‑Dollar angehoben. Ausgehend von Kursen um 166,85 US‑Dollar ergibt sich daraus ein theoretisches Aufwärtspotenzial von rund 40 Prozent.

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Die positive Einschätzung basiert vor allem auf:

  • erwarteten steigenden Enterprise-AI-Budgets im Jahr 2026
  • einer von Citigroup prognostizierten Zunahme der Regierungsumsätze um 51 % gegenüber dem Vorjahr – deutlich über dem Marktkonsens
  • dem Geschäftsmodell mit „forward-deployed engineers“ und wertorientierter Bepreisung, das laut Citigroup höhere Marktanteile im AI-Softwaremarkt ermöglichen soll

Trotz des optimistischen Einzelratings bleibt der durchschnittliche Analystenkonsens bei „Hold“ mit einem mittleren Kursziel um 175,88 US‑Dollar.

Verkäufe durch Institutionen und Insider

Auf der Kapitalseite zeigen die jüngsten Daten ein gemischtes Bild. Im dritten Quartal 2025 haben mehrere institutionelle Investoren ihre Positionen reduziert:

  • Inspire Advisors LLC senkte den Bestand um 67,3 % und verkaufte 20.457 Aktien
  • Americana Partners LLC verringerte das Engagement um 28,5 % und trennte sich von 41.492 Aktien
  • Defender Capital LLC reduzierte die Position um 19,0 % und gab 58.216 Aktien ab

Parallel dazu kam es in den vergangenen 90 Tagen zu umfangreichen Insiderverkäufen. Unternehmensinsider veräußerten insgesamt 1.023.444 Aktien im Gegenwert von rund 167,4 Mio. US‑Dollar. Die institutionelle Beteiligungsquote liegt mit 45,65 % weiterhin hoch, die beschriebenen Abflüsse tragen jedoch zur aktuellen Kursschwankung bei. Größere Adressen wie Vanguard und State Street hatten ihre Bestände in früheren Berichtsperioden dagegen ausgebaut.

Finanzlage und nächste Termine

Der Blick richtet sich nun auf den nächsten Zahlenbericht. Palantir will die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 am 2. Februar vorlegen. Diese werden an einem starken Vorquartal gemessen, in dem das Unternehmen unter anderem folgende Werte ausgewiesen hatte:

  • Umsatz: 1,18 Mrd. US‑Dollar (+62,8 % gegenüber Vorjahr)
  • Ergebnis je Aktie (EPS): 0,21 US‑Dollar (über den Schätzungen von 0,17 US‑Dollar)
  • US-Commercial-RPO: 3,6 Mrd. US‑Dollar (+199 % im Jahresvergleich)

Aktuell notiert die Aktie um 166,85 US‑Dollar und damit innerhalb einer 52‑Wochen-Spanne von 66,12 bis 207,52 US‑Dollar. Das Bewertungsniveau bleibt hoch: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 399,8.

Damit hängt die kurzfristige Entwicklung wesentlich davon ab, ob die kommenden Zahlen und der konkrete Umsatzbeitrag der erweiterten HD-Hyundai-Partnerschaft die ambitionierte Bewertung und die optimistischen Prognosen – wie jene von Citigroup – ausreichend stützen können.

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