Palantir beendet das Börsenjahr 2025 als einer der stärksten Gewinner im S&P 500, doch der Kursanstieg von über 140 Prozent seit Jahresbeginn hat seinen Preis. Das Datenanalyse-Unternehmen wird aktuell mit Bewertungskennziffern gehandelt, die an historische Blasen erinnern. Während einige Marktteilnehmer weiter auf den KI-Boom setzen, warnen Analysten vor einer gefährlichen Fallhöhe.

Teuerster Titel im S&P 500

Die Bewertung hat mittlerweile Dimensionen erreicht, die kaum noch Spielraum für unternehmerische Fehltritte lassen. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von etwa 115 ist Palantir aktuell die am höchsten bewertete Aktie im gesamten S&P 500 Index. Ein Blick in die Historie mahnt zur Vorsicht: Software-Aktien, die in der Vergangenheit Umsatzvielfache von über 100 erreichten, sahen sich häufig mit späteren Kurskorrekturen von mindestens 65 Prozent konfrontiert. Auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 420 preist ein nahezu perfektes Szenario für das kommende Jahr ein.

Uneinigkeit an der Wall Street

Selten gingen die Meinungen der Experten so weit auseinander wie bei diesem Papier. Die Diskrepanz zwischen den optimistischsten und pessimistischsten Prognosen für 2026 ist massiv:

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  • Die Skeptiker: Analystenhäuser wie RBC Capital und Jefferies sehen erhebliches Abwärtspotenzial und rufen Kursziele zwischen 50 und 70 US-Dollar aus. Ihr Hauptargument ist die kaum nachhaltige Bewertung, die doppelt so hoch liegt wie beim zweitteuersten Unternehmen im Index.
  • Die Optimisten: Wedbush und Piper Sandler halten dagegen an Kurszielen von bis zu 230 US-Dollar fest. Sie verweisen auf das explosive Wachstum der "Artificial Intelligence Platform" (AIP) und den Umsatzsprung von 63 Prozent im dritten Quartal, der die hohe Prämie rechtfertigen soll.

Insider verkaufen, Institutionen kaufen

Das operative Geschäft liefert durchaus Argumente für die Bullen: Ein im Juli 2025 gesicherter Vertrag mit der US-Armee über bis zu 10 Milliarden US-Dollar sorgt für stabile Einnahmen. Dennoch nutzen Insider die Gunst der Stunde für Verkäufe. In den letzten 90 Tagen trennten sich Führungskräfte von Aktien im Wert von rund 165 Millionen US-Dollar. Im Gegensatz dazu bauten institutionelle Investoren wie Los Angeles Capital Management ihre Positionen im dritten Quartal deutlich aus.

Fazit

Die Aktie steht an einem kritischen Punkt zwischen fundamentalem Hyperwachstum und einer Bewertung, die Perfektion verlangt. Die extreme Spanne zwischen den Analystenzielen von 50 bis 230 US-Dollar deutet darauf hin, dass Anleger auch im Jahr 2026 starke Nerven brauchen werden, um die zu erwartende Volatilität auszusitzen.

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