Palantir steht an einem Scheideweg. Auf der einen Seite häufen sich positive Analystenstimmen und lukrative Partnerschaften, auf der anderen Seite drückt die extreme Bewertung auf die Stimmung. Die Aktie notiert aktuell bei 141,82 Euro – mehr als 20 Prozent unter ihrem Dezember-Hoch. Die Frage: Ist das eine Kaufgelegenheit oder der Beginn einer Korrektur?

Citi hebt Kursziel deutlich an

Am 12. Januar stufte Citi-Analyst Tyler Radke Palantir von „Neutral" auf „Kaufen" hoch und erhöhte das Kursziel auf 235 Dollar. Seine Begründung: Die Einführung von Unternehmens-KI beschleunigt sich, während staatliche Ausgaben für Verteidigungstechnologie steigen.

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Die wichtigsten Punkte der Citi-Analyse:

  • Umsatzprognosen für 2025/26 wurden seit Jahresmitte um über 10 Prozent angehoben
  • Im Optimalszenario könnte das Umsatzwachstum 2026 auf 70 bis 80 Prozent steigen
  • Für das Regierungsgeschäft rechnet Citi 2026 mit einem Plus von 51 Prozent
  • Das Golden-Dome-Raketenabwehrprojekt könnte zusätzliche Impulse liefern

Radke sieht darin eine Chance: Trotz gestiegener Gewinnerwartungen sei die Aktie in den vergangenen Monaten kaum gestiegen.

Mega-Deal mit HD Hyundai

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos vereinbarten Palantir-CEO Alex Karp und HD-Hyundai-Chairman Chung Kisun eine erweiterte Partnerschaft im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar. Die Zusammenarbeit umfasst mehrere Tochterunternehmen wie HD Hyundai Electric, HD Hyundai Robotics und HD Hyundai Marine Solution.

Geplant ist die Einrichtung eines gemeinsamen „Center of Excellence", das KI- und Datenanalyse-Lösungen konzernweit implementieren soll. Die Kooperation baut auf einer Geschäftsbeziehung auf, die bereits 2021 begann.

Die Bewertungsfrage bleibt unbeantwortet

Trotz der positiven Nachrichten bleibt die Bewertung das zentrale Thema. Palantir wird aktuell mit dem 169-fachen des erwarteten Gewinns für 2026 gehandelt – ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 63. Zum Vergleich: Das rückwärtsgerichtete KGV liegt bei 495.

Analysten erwarten für 2026 einen Gewinn je Aktie von 1,04 Dollar, was einem Wachstum von 41 Prozent entspricht. Auch der Umsatz soll um 41 Prozent zulegen. Die hohen Erwartungen sind bereits eingepreist – jede Enttäuschung dürfte entsprechend hart bestraft werden.

Auf der Gegenseite stehen Investoren wie Michael Burry, der weiterhin auf fallende Kurse setzt. Auch Ark Invest hat seine Position reduziert. Die Sorge: Selbst bei starkem Wachstum rechtfertigt die aktuelle Bewertung kaum weiteres Kurspotenzial.

Quartalszahlen entscheiden

In etwa einer Woche legt Palantir die Q4-Zahlen vor. Analysten achten besonders auf beschleunigte Auftragseingänge und steigende Vertragswerte. Ob der jüngste Rücksetzer eine Einstiegschance darstellt, hängt davon ab, ob das Unternehmen die hohen Erwartungen erfüllen kann.

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