Palantir steht an der Schnittstelle von Kriegsführung, künstlicher Intelligenz und Regierungsaufträgen – und gerade diese Kombination treibt die Aktie derzeit an. Nach einem turbulenten Jahresauftakt sorgen geopolitische Spannungen, Pentagon-Entscheidungen und starke Fundamentaldaten für neue Dynamik.

Maven, Iran und der KI-Vorteil

Im Zentrum des Interesses steht das Maven Smart System – eine von Palantir entwickelte KI-Plattform, die im US-Militäreinsatz gegen den Iran eingesetzt wird. Das System verarbeitet in Echtzeit Millionen von Bildern und Videodaten aus dem Einsatzgebiet und ermöglicht so eine KI-gestützte Zielanalyse. Neben Palantir sind auch Anthropic, Anduril und AWS an der Infrastruktur beteiligt.

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Für Palantir ergab sich daraus jedoch auch eine operative Herausforderung: Das Pentagon stufte Anthropic als „Lieferkettenrisiko" ein und drängte dessen Sprachmodell Claude aus den klassifizierten Systemen. Palantir muss nun die betroffenen Workflows technisch neu ausrichten – eine aufwendige Umstrukturierung. Gleichzeitig profitiert das Unternehmen davon, dass Budgets und Verträge gezielt zu genehmigten Anbietern wie Palantir umgeleitet werden.

Starke Zahlen, hohes Vertrauen

Fundamental lieferte Palantir zuletzt beeindruckende Ergebnisse. Der Umsatz im vierten Quartal 2025 stieg um 70 Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar. Besonders das US-Kommerzgeschäft wuchs mit 137 Prozent außerordentlich stark, da Unternehmenskunden die KI-Plattformen intensiv nachfragen. Für das Gesamtjahr 2026 peilt Palantir einen Umsatz von 7,18 bis 7,20 Milliarden Dollar an – ein Wachstum von rund 61 Prozent.

Diese Zahlen haben mehrere Analysten überzeugt. Daiwa und UBS stuften die Aktie auf „Buy" herauf, beide mit einem Kursziel von 180 Dollar. UBS begründete den Schritt damit, dass der Rücksetzer um rund 35 Prozent gegenüber den Hochs Ende 2025 das Chancen-Risiko-Verhältnis deutlich verbessert habe. Rosenblatt erhöhte das Kursziel auf 200 Dollar und verwies auf die steigende Nachfrage aus dem Verteidigungsbereich.

Ein Punkt bleibt dabei umstritten: die Bewertung. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 230 – fast das Zehnfache des S&P-500-Durchschnitts von 24. Trotz der positiven Analystenstimmen ist das für viele Marktteilnehmer schwer zu verdauen.

Diplomatie und Expansion

Abseits der Märkte erweitert Palantir auch seinen geopolitischen Fußabdruck. Mitgründer Peter Thiel traf in Tokio die japanische Premierministerin Sanae Takaichi, um über Technologiekooperation zu sprechen. Parallel vertiefte Palantir seine Partnerschaft mit SOMPO Holdings durch ein neues Mehrjahresabkommen – ein weiteres Zeichen für die wachsende Präsenz in Japan.

Die Aktie notiert aktuell knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt und hat sich seit dem Jahrestief von Anfang April 2025 nahezu verdoppelt. Der RSI von knapp 79 signalisiert technisch eine überkaufte Situation, was kurzfristig Gegenwind bedeuten könnte.

Entscheidend wird nun der nächste Quartalsbericht, der für den 4. Mai 2026 erwartet wird. Er wird zeigen, ob Palantir die ambitionierte Wachstumsprognose untermauern kann – und damit den Anspruch rechtfertigt, zu den teuersten Tech-Aktien der Welt zu zählen.

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