Palantir sorgt erneut für Gesprächsstoff an der Wall Street. Ein frischer Analystenstart mit klar positivem Votum trifft auf Spekulationen über mögliche Einsätze in aktuellen US-Operationen in Venezuela. Beides zusammen schiebt die Story rund um Palantir als sicherheitsfokussierten KI-Spezialisten weiter an – mitten in einer Phase, in der das Bewertungsniveau bereits sehr ambitioniert ist.

Neuer Analysten-Impuls und Venezuela-Gerüchte

Auslöser der jüngsten Aufwärtsbewegung ist eine neue Studie von Truist Financial. Die Bank hat die Beobachtung der Aktie aufgenommen und startet direkt mit einer sehr optimistischen Einschätzung. In der Analyse wird Palantir als „best-in-class“-KI-Wert bezeichnet – eine Formulierung, die die hohe Bewertung aus Sicht der Analysten stützt und den Bullen zusätzlichen Rückenwind gibt. Die Aktie legte damit bereits den dritten Tag in Folge zu.

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Parallel dazu kursieren an Handelsdesks und in sozialen Netzwerken unbestätigte Berichte, wonach Palantirs Software bei jüngsten US-Regierungsaktionen in Venezuela eine Rolle gespielt haben könnte. Das Unternehmen selbst kommentiert diese Spekulationen nicht, doch sie fügen sich in das bekannte Bild: Palantir gilt seit Jahren als technisches Rückgrat sensibler Verteidigungs- und Geheimdienstanwendungen in westlichen Staaten. Historisch kam es immer wieder zu kurzfristigen Stimmungsaufschwüngen, wenn die Beteiligung an prominenten Operationen diskutiert wurde.

Auch institutionelle Investoren bleiben aktiv. So soll Realta Investment Advisors seinen Bestand im dritten Quartal um mehr als 16 % aufgestockt haben. Marktbeobachter werten das als weiteres Signal, dass größere Adressen trotz der bereits starken Mehrjahresentwicklung weiter Engagement aufbauen.

Sektor im Umbruch: „Decision Intelligence“ rückt in den Fokus

Die positive Stimmung rund um Palantir findet vor dem Hintergrund einer Konsolidierungswelle im Unternehmens-KI-Segment statt. Am Mittwoch kündigte Accenture die Übernahme des britischen KI-Anbieters Faculty an – einem direkten Wettbewerber im Bereich komplexer Entscheidungsplattformen. Solche „Decision-Intelligence“-Lösungen zielen nicht auf simple Chatbots, sondern auf softwaregestützte Steuerung komplexer Abläufe in Unternehmen und Behörden.

Der Deal verschärft zwar den Wettbewerb im kommerziellen Geschäft, wird an der Börse aber zugleich als Bestätigung des grundsätzlichen Marktarguments Palantirs verstanden: Staatliche und große institutionelle Kunden suchen maßgeschneiderte, hochsichere KI-Betriebssysteme statt Standardlösungen von der Stange. In dieser Nische gilt Palantir weiterhin als dominanter Anbieter – untermauert durch den rund 10 Milliarden US‑Dollar schweren US-Army-Großauftrag, der Ende vergangenen Jahres gemeldet wurde.

Operativ liefert das Unternehmen derzeit starkes Wachstum. Die jüngsten Zahlen wiesen ein Umsatzplus von knapp 63 % gegenüber dem Vorjahr aus, vor allem dank der raschen Verbreitung der „Artificial Intelligence Platform“ (AIP). Auf der Bewertungsseite spiegelt sich dieser Optimismus jedoch deutlich wider: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 400 verlangt der Markt fast fehlerfreie Ausführung der Strategie, um das aktuelle Niveau zu rechtfertigen.

Bewertung, Technik und Blick auf die Zahlen

An der Börse spiegelt sich der Optimismus auch im Kursbild: Die Aktie notiert mit rund 181 US‑Dollar deutlich über den wichtigen gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50, 100 und 200 Tage, die allesamt klar darunter liegen. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von deutlich über 100 %, der Relative-Stärke-Index von knapp 79 signalisiert kurzfristig ein stark überkauftes Niveau.

Der nächste zentrale Fixpunkt ist der anstehende Quartalsbericht Anfang Februar. Im Fokus steht vor allem, wie gut Palantir seine zahlreichen „Bootcamp“-Pilotprojekte in dauerhafte, skalierbare Verträge überführen kann. Die Initiierung durch Truist Financial legt nahe, dass ein Teil der Wall Street mit weiteren positiven Überraschungen rechnet – sowohl bei Wachstum als auch beim Auftragsbestand.

Aus Marktsicht bleibt die Lage damit klar umrissen: Die Story aus Analystenlob, spekulativem Rückenwind durch geopolitische Themen und starkem Umsatzwachstum trifft auf eine Bewertung, die wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt. Ob Palantir das hohe Erwartungsniveau verteidigen kann, wird sich sehr konkret mit den Zahlen zum vierten Quartal und den Aussagen zum AIP-Vertrieb in den kommenden Wochen zeigen.

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