Die Palantir-Aktie steht am Wochenende im Fokus, nachdem Phillip Securities eine Kaufempfehlung mit Kursziel 208 US-Dollar ausgesprochen hat. Gleichzeitig kaufen sich institutionelle Investoren massiv ein – während Insider weiterhin Aktien verkaufen. Ein Blick auf die widersprüchlichen Signale vor den Quartalszahlen am 2. Februar.

Kaufempfehlung mit ambitionierten Annahmen

Phillip Securities initiierte am Wochenende die Coverage für Palantir mit einem "Buy"-Rating. Das Kursziel von 208 US-Dollar liegt rund 22,6% über dem Schlusskurs vom Freitag (169,60 US-Dollar). Die Analysten begründen ihre Einschätzung mit aggressiven Wachstumsannahmen: Sie erwarten für das Geschäftsjahr 2025 ein Umsatzplus von 47% auf insgesamt 4,2 Milliarden US-Dollar.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Palantir?

Diese Prognose übertrifft konservativere Marktschätzungen deutlich. Die Analysten verweisen auf die künstliche Intelligenz-Plattform (AIP) des Unternehmens als zentralen Wachstumstreiber. Allerdings erfolgt die Einschätzung vor dem Hintergrund einer bereits extremen Bewertung: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt aktuell bei 396,63.

Institutionelle Großinvestoren greifen zu

Während die Bewertungsdiskussion anhält, haben institutionelle Investoren im dritten Quartal massiv aufgestockt:

  • Trek Financial LLC erhöhte seine Position um 1.629,3% auf 47.624 Aktien (Gegenwert rund 8,69 Millionen US-Dollar)
  • Norges Bank eröffnete eine neue Position im Wert von etwa 3,31 Milliarden US-Dollar
  • Goldman Sachs Strategic Factor Allocation Fund stieg mit 38.558 Aktien ein
  • Peachtree Investment Partners stockte um 17% auf

Die Käufe erfolgen trotz einer Jahresperformance von über 100% und einer Marktkapitalisierung von mittlerweile 404,23 Milliarden US-Dollar.

Insider verkaufen auf hohem Niveau

Dem steht kontinuierlicher Insider-Verkauf gegenüber. In den letzten drei Monaten veräußerten Unternehmensinsider insgesamt 1.023.444 Aktien und generierten dabei Erlöse von rund 167,4 Millionen US-Dollar. Die Transaktionen fanden auf historisch hohen Bewertungsniveaus statt.

Die Diskrepanz zwischen institutionellen Käufen und Insider-Verkäufen deutet auf unterschiedliche Zeithorizonte hin: Während Finanzinvestoren auf weiteres Momentum setzen, nutzen Insider die aktuelle Bewertung zur Gewinnmitnahme.

Quartalszahlen als Richtungsentscheidung

Am 2. Februar legt Palantir seine Zahlen für das vierte Quartal vor. Die Erwartungen sind hoch, nachdem das Unternehmen im dritten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 0,21 US-Dollar die Prognosen um 0,04 US-Dollar übertroffen hatte. Der Umsatz war damals um 62,8% auf 1,18 Milliarden US-Dollar gestiegen.

Das neue Kursziel von 208 US-Dollar liegt über dem aktuellen Analystenkonsens von rund 192 US-Dollar. Ob die Prognose von Phillip Securities haltbar ist, hängt davon ab, ob Palantir die extreme Wachstumsdynamik aufrechterhalten kann. Bei einem KGV von knapp 400 ist kein Raum für Enttäuschungen – jede Abweichung von den Erwartungen dürfte zu deutlichen Kursreaktionen führen.

Palantir-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Palantir-Analyse vom 25. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Palantir-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Palantir-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Palantir: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...