Orsted meldet sich eindrucksvoll zurück. Der dänische Energieriese hat sich am heutigen Samstag ein massives Windkraftprojekt in Irland gesichert und sendet damit ein starkes Lebenszeichen an die Märkte. Nach einer Phase der Portfolio-Bereinigung und Sorgen um die Profitabilität ist dieser Zuschlag mehr als nur ein neuer Vertrag. Ist das der Wendepunkt für die gebeutelte Aktie?

Stabile Einnahmen garantiert

Gemeinsam mit dem irischen Versorger ESB holt sich Orsted den Zuschlag für den Offshore-Windpark „Tonn Nua“. Das 50/50-Joint-Venture setzte sich in der irischen ORESS-Auktion als einziger Gewinner durch. Ein klarer taktischer Sieg, der die Pipeline in Europa signifikant stärkt und langfristige Planungssicherheit schafft.

Besonders die finanziellen Rahmenbedingungen dürften Anleger aufhorchen lassen:

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  • Kapazität: 900 MW (festinstallierte Offshore-Windkraft).
  • Standort: Vor der Küste von County Waterford.
  • Preis: Ein gesicherter Ausübungspreis von 98,72 Euro pro MWh (indexiert).
  • Laufzeit: 20 Jahre per Differenzkontrakt (CfD).

Der Preis von fast 99 Euro pro MWh gilt als robust und spiegelt das inflationäre Umfeld der Branche wider. Die vereinbarte „Two-Way“-Struktur fungiert als Sicherheitsnetz: Fällt der Marktpreis unter diese Marke, erhält das Projekt die Differenz. Steigt er darüber, fließt der Überschuss an die Verbraucher zurück. Damit ist die Einnahmeseite gegen Marktvolatilität abgesichert.

Strategischer Kurswechsel greift

Dieser Erfolg kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Nachdem Orsted weite Teile des Jahres 2025 mit der Neuausrichtung des Portfolios verbracht hat – getrieben von globalen Lieferkettenproblemen und Zinsdruck –, beweist der Konzern nun wieder Wettbewerbsfähigkeit in den europäischen Kernmärkten.

Die Partnerschaft mit dem lokalen Platzhirsch ESB ist dabei ein cleverer Schachzug. Orsted teilt finanzielle Risiken und nutzt lokale Expertise – ein Modell, das bereits in den USA und UK Risiken minimiert hat. Vor allem signalisiert der akzeptierte Preis das „neue Normal“: Regulierungsbehörden sind bereit, die gestiegenen Kapitalkosten der Branche durch höhere Vergütungen auszugleichen.

Doch wann fließt das erste Geld? Anleger benötigen Geduld. Die finale Investitionsentscheidung wird erst für 2031 erwartet, der kommerzielle Betrieb soll Mitte der 2030er Jahre starten. Kurzfristig stabilisiert dieser Erfolg jedoch das Sentiment nach einem volatilen dritten Quartal enorm. Orsted zeigt, dass man auch in einem engen Marktumfeld Großprojekte an Land ziehen kann.

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