Der dänische Energiekonzern spürt endlich wieder deutlichen Rückenwind. Eine Kombination aus operativen Fortschritten in Asien und Europa sowie eine optimistische Analysteneinschätzung treibt den Kurs nach oben. Nach Monaten der Unsicherheit fragen sich Anleger nun: Ist dies der Startschuss für eine nachhaltige Erholung?

Analysten sehen Strukturwandel

Treibende Kraft der aktuellen Kursgewinne ist eine Neubewertung durch Oddo BHF. Das Analysehaus stufte die Orsted-Aktie von "Neutral" auf "Outperform" hoch und hob das Kursziel deutlich an.

Die Experten begründen diesen Schritt mit einem "strukturellen Regimewechsel", den sie bei den Dänen erkennen. Diese Einschätzung sorgte an der Börse für Erleichterung und trieb den Kurs in Kopenhagen um knapp 5 Prozent auf 135,55 DKK. Damit notiert das Papier deutlich über seinem 52-Wochen-Tief.

Operative Meilensteine erreicht

Neben dem Lob der Analysten stützen handfeste operative Erfolge die Stimmung. In Taiwan meldete das Unternehmen die vollständige Installation aller 66 Windturbinen für die Offshore-Projekte „Greater Changhua 2b und 4“. Der volle kommerzielle Betrieb des 920-MW-Projekts ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

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Auch in Europa kommt Orsted voran. Der technische Berater DNV bestätigte gestern den Abschluss der Due Diligence für den Verkauf eines 50-Prozent-Anteils am britischen Projekt „Hornsea 3“ an Apollo Funds. Dieser Schritt ist essenziell für die Strategie des Konzerns, Kapital freizusetzen und in neue Projekte zu reinvestieren.

Entspannung in den USA

Die aktuelle Aufwärtsbewegung wird zusätzlich durch einen juristischen Erfolg in den USA untermauert. Bereits am 12. Januar hob ein US-Bundesgericht einen Baustopp für das Projekt „Revolution Wind“ auf.

Orsted und seine Partner können nun die finale Installationsphase des 704-MW-Parks abschließen, bei dem nur noch sieben Turbinen fehlen. Zwar war dies nicht der Auslöser des heutigen Anstiegs, doch die Beseitigung dieser rechtlichen Hürde hat das Risikoprofil der Aktie in den letzten zwei Wochen spürbar verbessert.

Der Fokus richtet sich nun auf den 5. Februar 2026. Dann wird Orsted seine Quartalszahlen vorlegen und muss beweisen, ob sich die operativen Fortschritte und der Teilverkauf in Großbritannien auch in der Finanzprognose niederschlagen.

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