Orsted geht auf direkten Konfrontationskurs mit der US-Regierung. Nachdem die Behörden überraschend einen Baustopp für ein fast fertiggestelltes Milliardenprojekt verhängten, setzt sich der dänische Energiekonzern nun juristisch zur Wehr. Die Börse reagierte am Freitag mit Erleichterung auf diesen Schritt, doch der Ausgang des Rechtsstreits entscheidet über das Schicksal einer massiven Investition.

Juristische Offensive treibt Kurs

Zum Wochenausklang kletterte die Aktie um rund 4,6 Prozent auf 128,00 DKK. Dieser Anstieg ist die direkte Reaktion auf eine Klage, die Orsted gemeinsam mit dem Partner Skyborn Renewables beim US-Bezirksgericht in Columbia eingereicht hat. Ziel ist eine einstweilige Verfügung gegen die Ende Dezember vom Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) verhängte Arbeitsunterbrechung.

Der Markt wertet dies als wichtiges Signal, dass das Management drohende Abschreibungen nicht kampflos hinnimmt. Die Aktie, die unter dem politischen Druck in den USA zuletzt stark gelitten hatte, fand am Freitag einen vorläufigen Boden.

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Milliardenprojekt kurz vor Abschluss

Im Zentrum des Konflikts steht das Offshore-Windprojekt Revolution Wind. Die US-Regierung begründete den Entzug der Genehmigung mit "nationalen Sicherheitsbedenken" bezüglich Radarstörungen. Orsted hält diesen Schritt für rechtswidrig und willkürlich, da das Projekt in einem neunjährigen Prozess sämtliche Prüfungen – inklusive jener durch das Verteidigungsministerium – bestanden habe.

Ein Blick auf die Projektdaten verdeutlicht die wirtschaftliche Tragweite des Baustopps:

  • Fortschritt: Das Projekt ist bereits zu 87 Prozent fertiggestellt.
  • Installation: 58 der geplanten 65 Turbinen sind bereits installiert.
  • Kapital: Rund 5 Milliarden US-Dollar wurden investiert oder fest zugesagt.
  • Zeitplan: Die Stromerzeugung sollte ursprünglich im Januar 2026 beginnen.

Blick auf das Gericht

Die Kursgewinne vom Freitag sind zunächst als technische Gegenbewegung nach dem jüngsten Absturz zu werten. Die fundamentale Unsicherheit bleibt bestehen, da der offene Konflikt mit der US-Administration hohe Risiken birgt.

Der Fokus richtet sich nun vollständig auf die Entscheidung des Bezirksgerichts über den Eilantrag. Gibt die Justiz dem Antrag statt, könnten die Bauarbeiten zeitnah wieder aufgenommen werden. Eine Ablehnung hingegen würde das Szenario eines Totalverlusts der Investition wahrscheinlicher machen und die jüngsten Tiefststände der Aktie erneut testen.

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