Oracle Aktie: Zweifelhafte Stabilität!
Während der US-Handel heute ruht, dominieren negative Schlagzeilen die Diskussionen um Oracle. Anleihegläubiger haben vor einem Gericht in New York eine Sammelklage eingereicht, die Anleger aufschrecken lässt. Der zentrale Vorwurf: Der Software-Konzern soll das wahre Ausmaß der Verschuldung verschleiert haben, die für die Erfüllung des gigantischen 300-Milliarden-Dollar-Vertrags mit OpenAI nötig ist.
Juristisches Nachspiel
Die Kläger argumentieren, Oracle habe Investoren im September 2025 bei einer Anleiheemission über 18 Milliarden Dollar in die Irre geführt. Konkret wird dem Management vorgeworfen, Pläne für eine erneute Kapitalaufnahme verheimlicht zu haben. Nur sieben Wochen nach der ersten Runde kehrte das Unternehmen an die Märkte zurück, um weitere 38 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur einzusammeln – ein massiver Kapitalbedarf, der laut Anklage zuvor nicht offengelegt wurde.
Warnsignale am Anleihemarkt
Obwohl Oracle offiziell noch ein "Investment Grade"-Rating hält, sendet der Anleihemarkt deutliche Warnsignale. Die Papiere werden mittlerweile zu Renditen gehandelt, die typisch für sogenannte "Junk Bonds" (hochverzinsliche Risikoanleihen) sind. Diese Entwicklung spiegelt die Sorge über die rapide steigende Verschuldung wider.
Besonders drastisch zeigt sich die Nervosität bei den Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps, CDS). Die Kosten für die Absicherung gegen einen Zahlungsausfall haben sich von 50 bis 70 Basispunkten im September auf über 130 Basispunkte mehr als verdoppelt. Solche Niveaus waren zuletzt während der globalen Finanzkrise zu beobachten.
Die teure Wette auf KI
Diese Finanzierungssorgen treffen auf eine ohnehin angespannte Marktstimmung bezüglich einer möglichen "KI-Blase" im Jahr 2026. Analysten hinterfragen zunehmend die Nachhaltigkeit des aggressiven Infrastrukturausbaus. Oracles Investitionsausgaben (CapEx) sind im Jahresvergleich um 200 Prozent gestiegen, wobei für das Geschäftsjahr 2026 rund 50 Milliarden Dollar veranschlagt sind. Da diese Ausgaben fast vollständig fremdfinanziert sind, entsteht ein hohes Risiko für die Bilanz, sollte sich die Monetarisierung der KI-Anwendungen verlangsamen.
Ausblick auf Dienstag
Da die US-Börsen heute geschlossen bleiben, liegt der letzte Schlusskurs vom Freitag bei 191,09 Dollar (+0,65 Prozent). Das globale Umfeld liefert jedoch wenig Unterstützung: Europäische Märkte reagierten bereits negativ auf neue Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump.
Wenn der Handel am Dienstag wieder aufgenommen wird, steht Oracle unter Beobachtung. Entscheidend wird sein, wie der Aktienmarkt die Kombination aus juristischem Druck und den alarmierenden Signalen der Anleihegläubiger bewertet. Das Unternehmen muss nun beweisen, dass seine Bilanz der aggressiven Expansion standhalten kann.
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