Oracle Aktie: Riskantes Milliarden-Spiel
Die Oracle-Aktie spaltet derzeit die Wall Street. Während Goldman Sachs das Papier mit einer "Strong-Buy"-Empfehlung adelt und voll auf den KI-Boom setzt, formieren sich auf der Gegenseite prominente Kritiker. Im Zentrum steht ein gefährlicher Spagat: Kann das rasante Wachstum im Cloud-Geschäft die explodierenden Kosten und einen Schuldenberg von fast 100 Milliarden Dollar rechtfertigen?
Rückenwind durch KI-Nachfrage
Die Optimisten haben derzeit starke fundamentale Argumente auf ihrer Seite. Goldman Sachs wertet die jüngsten Geschäftszahlen als Beweis für eine erfolgreiche Transformation des Software-Riesen. Im abgelaufenen Quartal übertraf Oracle mit einem Gewinn pro Aktie von 2,26 USD die Konsensschätzungen (1,64 USD) deutlich.
Treibende Kraft hinter dem Umsatzsprung von gut 14 Prozent auf über 16 Milliarden USD ist die massive Nachfrage nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz. Besonders die Cloud-Infrastruktur-Sparte glänzte mit einem Wachstum von 66 Prozent im Jahresvergleich. Der Markt honoriert diese Entwicklung: Auf 30-Tages-Sicht liegt der Titel über 28 Prozent im Plus und notiert aktuell bei gut 201 USD.
Der hohe Preis des Wachstums
Doch der operative Erfolg erkauft sich Oracle teuer. Um die prall gefüllte Auftragspipeline abzuarbeiten, muss der Konzern massiv in neue Rechenzentren investieren. Die Schattenseiten dieser aggressiven Strategie sind in der Bilanz deutlich sichtbar:
- Explodierende Kosten: Die Prognose für die Investitionsausgaben (CapEx) im Geschäftsjahr 2026 wurde auf gewaltige 50 Milliarden USD angehoben.
- Cashflow-Loch: Diese Ausgaben drückten den Free Cashflow im letzten Quartal auf minus 10 Milliarden USD. Auf Zwölf-Monats-Sicht (TTM) liegt der Fehlbetrag bei rund 13 Milliarden USD.
- Schuldenlast: Die Verbindlichkeiten nähern sich der Marke von 100 Milliarden USD.
Diese finanzielle Schieflage ruft Bären wie Michael Burry auf den Plan, die auf Engpässe spekulieren. Kritiker warnen zudem vor einem Klumpenrisiko, da ein erheblicher Teil der Aufträge vom KI-Partner OpenAI abhängt. Sollte der KI-Markt in den kommenden Jahren in ein Überangebot an Infrastruktur laufen, könnte Oracle auf seinen hohen Fixkosten sitzen bleiben.
Fazit
Die Situation läuft auf eine Wette mit extrem hohem Einsatz hinaus. Während Analystenhäuser wie Jefferies das Kursziel auf bis zu 400 USD schrauben, droht im negativen Szenario eine Liquiditätslücke. Oracles Strategie, sich als führender KI-Infrastrukturanbieter zu etablieren, muss schnell genug hohe Erträge liefern, um die Zinslast zu bedienen und die Skeptiker zu widerlegen.
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