Oracle Aktie: KI-Offensive und Gegenwind
Oracle baut seine Infrastruktur massiv aus und sichert sich eine Schlüsselrolle bei OpenAIs "Project Jupiter". Doch die Freude über das neue Milliarden-Projekt in New Mexico wird getrübt. Technische Pannen beim Partner TikTok und eine neue Untersuchung im Zusammenhang mit Anleiheemissionen sorgen für Unruhe bei Anlegern.
Milliarden-Projekt in New Mexico bestätigt
Der Technologiekonzern treibt seine Expansion im Bereich künstliche Intelligenz voran. Berichten zufolge tritt Oracle als Hauptmieter für das "Project Jupiter" Rechenzentrumszentrum in Doña Ana County, New Mexico, auf. Die von Stack und BorderPlex entwickelte Anlage umfasst 1.400 Hektar und ist explizit auf die enormen Rechenanforderungen von OpenAI ausgelegt.
Das Gesamtprojektvolumen wird auf bis zu 165 Milliarden Dollar beziffert. Oracle selbst verpflichtet sich zu Steuerzahlungen von über 600 Millionen Dollar sowie direkten Zahlungen an den Landkreis. Um die Abhängigkeit vom lokalen Stromnetz zu minimieren, soll der Standort über eigene Gaskraftwerke und Batteriespeichersysteme verfügen.
Operative und rechtliche Hürden
Parallel zur Expansion kämpft das Unternehmen an zwei Fronten mit Problemen. Zum einen geriet die Cloud-Sparte durch Ausfälle bei TikTok in die Kritik. Das Joint Venture TikTok USDS, an dem Oracle 15 Prozent hält, verzeichnete signifikante Serviceunterbrechungen, die auf einen Stromausfall in einem US-Rechenzentrum zurückgeführt wurden. Da Oracle im Rahmen gesetzlicher Auflagen die US-Daten der Plattform hostet, rief der Vorfall umgehend die Politik auf den Plan: Der kalifornische Gouverneur kündigte eine Überprüfung an.
Zum anderen droht juristischer Ärger am Anleihemarkt. Die Kanzlei Girard Sharp LLP hat eine Untersuchung im Namen von Anleihegläubigern eingeleitet. Im Fokus stehen Emissionen aus dem Herbst 2025 im Gesamtvolumen von 56 Milliarden Dollar. Es wird geprüft, ob Oracle in den Emissionsprospekten irreführende Angaben zu seinen Kapazitäten für den KI-Ausbau gemacht hat, insbesondere im Hinblick auf den 300-Milliarden-Dollar-Vertrag mit OpenAI.
Kurs unter Druck trotz institutionellem Interesse
Die gemischte Nachrichtenlage hinterlässt Spuren im Chartbild. Die Aktie hat seit Jahresanfang gut 15 Prozent an Wert eingebüßt und notiert aktuell bei 165,90 Euro. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch ist mittlerweile auf rund 41 Prozent angewachsen.
Dennoch scheinen Großanleger die gefallenen Kurse für Einstiege zu nutzen. Jüngste Meldungen zeigen, dass institutionelle Investoren wie Chilton Capital Management ihre Positionen zuletzt massiv aufgestockt haben. Für Oracle gilt es nun, die Balance zwischen aggressiver Infrastruktur-Expansion und operativer Stabilität zu finden, um die rechtlichen Bedenken zu zerstreuen.
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