Oracle Aktie: Goldman sachs überzeugt
Oracle gewinnt weiter an Fahrt. Die Aktie legte am Dienstag um 3,5 Prozent zu, nachdem Goldman Sachs das Rating auf "Strong-Buy" angehoben hatte. Zeitgleich meldete der Softwarekonzern neue Erfolge im Gesundheits- und Einzelhandelsbereich – beides Bereiche, in denen Oracle seine KI-gestützten Cloud-Lösungen positioniert. Nach dem Kursrutsch im Dezember scheint das Vertrauen zurückzukehren.
Goldman Sachs und weitere Analysten optimistisch
Goldman Sachs begründete das Upgrade mit der starken Positionierung von Oracle im KI-Infrastrukturmarkt. Die Bank reiht sich damit in eine Reihe positiver Einschätzungen ein:
- Jefferies hält an einem Kursziel von 400 Dollar fest
- HSBC bekräftigte im November ein Ziel von 382 Dollar
- Bank of America bleibt bei "Buy" mit 300 Dollar Kursziel (nach einer Anpassung von zuvor 368 Dollar)
Im Konsensus liegt das durchschnittliche Kursziel bei 305,50 Dollar – rund 50 Prozent über dem aktuellen Niveau. Das KGV von 38 spiegelt hohe Wachstumserwartungen wider.
Neue Produkterfolge im Gesundheits- und Einzelhandel
Oracle kündigte über das Wochenende zwei strategische Erfolge an. Das Community Memorial Hospital in New York wählte Oracles KI-gestützte Gesundheitslösungen aus, darunter ein sprachgesteuertes System zur automatischen Dokumentation klinischer Daten. Der Deal unterstreicht die Ambitionen von Oracle Health unter Führung von Seema Verma.
Parallel stellte Oracle auf der NRF 2026 in New York eine neue Supply-Chain-Lösung für den Einzelhandel vor. Die Plattform nutzt KI-basierte Prognosen und Echtzeitalarme, um Lieferketten effizienter zu steuern – ein wachsendes Problem für Händler weltweit.
Erholung nach enttäuschenden Quartalszahlen
Die Aktie hat seit den Tiefständen Mitte Dezember etwa 15 Prozent zugelegt. Auslöser des Rückgangs waren die Q2-Zahlen vom 10. Dezember, als Oracle die Umsatzerwartungen knapp verfehlte (16,06 Milliarden Dollar statt 16,19 Milliarden erwartet). Doch unter der Oberfläche lagen starke Wachstumszahlen:
- Cloud-Infrastruktur-Umsatz: +68 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar
- Multicloud-Erlöse: +817 Prozent
- Verbleibende Auftragswerte (RPO): +438 Prozent auf 523 Milliarden Dollar
Die massiven RPO-Zuwächse stammen unter anderem aus Großverträgen mit Meta, NVIDIA und OpenAI. Letztere haben sich zu Aufträgen im Wert von 300 Milliarden Dollar verpflichtet.
Kritische Stimmen: Schulden im Blick
Nicht alle teilen die Euphorie. Investor Michael Burry hat Short-Positionen auf Oracle aufgebaut und verweist auf die Schuldenlast von rund 95 bis 108 Milliarden Dollar. Oracle erhöhte seine Investitionsausgaben für das laufende Geschäftsjahr auf 50 Milliarden Dollar (zuvor 35 Milliarden), um die Rechenzentrumskapazität auszubauen. Ob sich diese Investitionen rentieren, bleibt abzuwarten.
Zudem verkauften Insider im vergangenen Jahr Aktien: CEO Clayton Magouyrk trennte sich im Oktober von 40.000 Aktien zu je 276,64 Dollar, Aufsichtsrätin Naomi Seligman von 2.223 Aktien zu 196,61 Dollar.
Ausblick auf Q3 und Dividende
Für das dritte Quartal erwartet Oracle ein Umsatzwachstum von 19 bis 20 Prozent sowie ein Cloud-Wachstum von 40 bis 44 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 1,70 und 1,74 Dollar liegen. Analysten rechnen für das Gesamtjahr mit einem EPS von etwa 5,00 Dollar. Die nächsten Quartalszahlen werden Anfang März erwartet. Am 23. Januar zahlt Oracle zudem eine Dividende von 0,50 Dollar je Aktie aus.
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