Oracle setzt alles auf eine Karte: Die aggressive Expansion in die KI-Infrastruktur verschlingt Milliarden. Während Partnerschaften mit OpenAI und Nvidia die Fantasie anregen, belasten die enormen Investitionen kurzfristig den Cashflow und treiben die Schuldenquote nach oben. Anleger stehen vor der Entscheidung: Ist der aktuelle Kursrücksetzer eine Einstiegschance oder ein Warnsignal?

Skepsis wegen OpenAI und hohen Ausgaben

Die Stimmung rund um den Software-Giganten hat sich merklich abgekühlt. Analysten der UBS senkten gestern ihr Kursziel und begründeten dies mit schwindendem Vertrauen in den kurzfristigen Ausblick sowie in die Perspektiven des wichtigen Partners OpenAI. Diese Unsicherheit drückt auf den gesamten Sektor, trifft Oracle aber aufgrund der engen Verknüpfung besonders hart.

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Ein weiterer Belastungsfaktor ist die Kapitalstrategie des Konzerns. Oracle investiert massiv in den Bau von 72 neuen Rechenzentren, um seine Datenbankdienste in die Cloud-Umgebungen von AWS, Azure und Google zu integrieren. Diese Ausgaben haben den Free Cash Flow zuletzt ins Negative gedrückt. Die Marge liegt hier bei rund minus 21,6 Prozent – ein Wert, der Fragen zur Nachhaltigkeit der Verschuldung aufwirft. Das Management betont zwar, dass die Investitionen in umsatzgenerierende Ausrüstung fließen und das Investment-Grade-Rating nicht gefährden, doch der Markt bleibt vorerst vorsichtig.

Auftragsbestand als Hoffnungsträger

Trotz der finanziellen Kraftanstrengung lieferten die jüngsten Quartalszahlen auch Argumente für die Bullen. Zwar lag der Umsatz leicht unter den Erwartungen, doch der Gewinn konnte deutlich zulegen. Das wichtigste Signal für die Zukunft ist jedoch der Auftragsbestand (Remaining Performance Obligations). Dieser explodierte im Vergleich zum Vorjahr um 438 Prozent auf 523 Milliarden Dollar. Diese Kennzahl deutet darauf hin, dass die Cloud-Infrastruktur massiv nachgefragt wird und die Einnahmen in den kommenden Jahren gesichert sein dürften.

Analysten sehen Erholungspotenzial

Trotz der aktuellen Schwäche – die Aktie notiert bei 192,78 USD und damit rund 31 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch – sehen Experten Chancen für eine Bodenbildung. Analysten von Jefferies trauen dem Titel im Jahr 2026 ein Comeback zu. Sie argumentieren, dass die Schuldenlast durch die KI-Offensive bereits weitgehend eingepreist sei. Als mögliche Treiber identifizieren sie das beschleunigte Cloud-Wachstum und margenstarke Verträge mit Partnern wie Nvidia.

Auch institutionelle Anleger nutzten die tieferen Kurse zuletzt für Zukäufe. Kurzfristig könnte zudem die anstehende Dividendenzahlung am 23. Januar für eine gewisse Stabilisierung sorgen. Entscheidend für eine nachhaltige Wende bleibt jedoch, ob Oracle die enormen Investitionen schnell genug in profitables Wachstum ummünzen kann.

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