Oracle-Aktionäre stehen vor einer richtungsweisenden Woche. Während am Freitag der Ex-Dividenden-Tag ansteht, debattieren Analysten heftig über die Zukunft des Software-Riesen. Im Zentrum der Diskussion: Das massive KI-Wachstum auf der einen Seite und die Sorge vor einer zu großen Abhängigkeit von Großkunden wie OpenAI auf der anderen.

Dividenden-Stichtag naht

Für Einkommensinvestoren drängt die Zeit. Bereits am Freitag, den 9. Januar 2026, wird die Aktie ex-Dividende gehandelt. Wer die Quartalsauszahlung von 0,50 US-Dollar erhalten möchte, muss die Papiere vor diesem Datum im Depot haben. Die Auszahlung erfolgt planmäßig am 23. Januar. Es ist das elfte Jahr in Folge, in dem der Konzern seine Ausschüttung angehoben hat.

Experten uneins über Klumpenrisiko

Doch die fundamentale Bewertung sorgt an der Wall Street für gemischte Gefühle. Während das Analysehaus Jefferies auf eine Erholung und fortschreitende KI-Monetarisierung setzt, strichen andere Experten ihre Kursziele zusammen. RBC Capital und BMO Capital Markets senkten ihre Erwartungen, wobei BMO das Ziel deutlich von 355 auf 270 US-Dollar reduzierte.

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Der Grund für die Zurückhaltung liegt in der Kundenstruktur: Ein massiver Teil der zukünftigen Einnahmen hängt an einem 300-Milliarden-Dollar-Deal mit OpenAI. Marktbeobachter sehen hier ein potenzielles Klumpenrisiko im Auftragsbestand, der sich insgesamt auf 523 Milliarden US-Dollar beläuft.

Management kontert Bedenken

Die Konzernführung trat diesen Sorgen bereits im Dezember entgegen. CEO Clay Magouyrk betonte, dass Rechenkapazitäten dank der flexiblen Architektur innerhalb von Stunden zwischen Kunden verschoben werden könnten, sollte ein Großabnehmer ausfallen. Die operative Entwicklung stützt diesen Optimismus bisher: Im zweiten Quartal wuchs das Cloud-Infrastruktur-Geschäft um 68 Prozent, und der Gewinn pro Aktie übertraf die Erwartungen deutlich.

Trotz der operativen Stärke hat die Aktie seit ihrem Allzeithoch im August 2025 spürbar korrigiert. Aktuell notiert das Papier bei 193,63 US-Dollar und bewegt sich damit knapp oberhalb der wichtigen 200-Tage-Linie von 192,24 US-Dollar.

Der Blick der Investoren richtet sich nun auf den März 2026, wenn Oracle die Bücher für das dritte Quartal öffnet. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, in welchem Tempo der rekordverdächtige Auftragsbestand in tatsächlichen Umsatz umgewandelt werden kann und wie schnell die neuen Multicloud-Rechenzentren ans Netz gehen.

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