Oracle Aktie: Death Cross
Die Oracle-Aktie gerät am Donnerstag unter Druck. Ein technisches Verkaufssignal – das sogenannte „Death Cross" – trifft auf gegensätzliche Analystenmeinungen: Während RBC Capital sein Kursziel drastisch kürzt und vor einem „KI-Kater" warnt, hält Jefferies an einem Kursziel von 400 Dollar fest. Für Anleger stellt sich die Frage: Ist die Schwäche nur vorübergehend oder kippt die Stimmung nachhaltig?
Death Cross bestätigt – Verkaufsdruck nimmt zu
Das Death Cross entsteht, wenn der 50-Tage-Durchschnitt unter den 200-Tage-Durchschnitt fällt. Dieses Muster gilt unter Chartisten als Verkaufssignal und wird besonders von algorithmischen Handelssystemen beachtet. Oracle hat seit seinem 52-Wochen-Hoch rund 40 Prozent verloren – das Warnsignal fällt damit in eine ohnehin angespannte Situation.
RBC Capital hat darauf reagiert und das Kursziel von 250 auf 195 Dollar gesenkt. Die Begründung: Der Markt habe die Wachstumserwartungen im KI-Bereich zu hoch angesetzt. Oracle könne die ambitionierten Prognosen kurzfristig nicht erfüllen. Das neue Kursziel liegt kaum über dem aktuellen Niveau – aus Sicht von RBC ist der Spielraum nach oben begrenzt.
Jefferies bleibt bullish – 400 Dollar als Ziel
Jefferies sieht das völlig anders. Die Investmentbank bekräftigte diese Woche ihr „Buy"-Rating und das Kursziel von 400 Dollar. Aus Sicht der Analysten ist der Ausverkauf übertrieben. Oracle sei im KI-Infrastrukturmarkt stark positioniert, der Auftragsstau aus Rechenzentrumsverträgen biete solides Wachstumspotenzial. Auch Evercore ISI hatte Mitte Dezember auf den Backlog verwiesen, der eine Leistung von über sieben Gigawatt abdeckt.
Die Spanne zwischen den Kurszielen – 195 Dollar (RBC) versus 400 Dollar (Jefferies) – zeigt, wie unterschiedlich die Einschätzungen zur Monetarisierung des KI-Booms ausfallen.
Kosten der KI-Expansion belasten
Oracle übertraf im Dezember die Gewinnerwartungen im zweiten Geschäftsquartal deutlich: 2,26 Dollar je Aktie statt erwarteten 1,64 Dollar. Doch der Ausbau der Infrastruktur ist kapitalintensiv. Die Verschuldungsquote liegt bei 3,28 – für konservative Investoren ein Risikofaktor. Die Frage ist nicht, ob Oracle Umsatz generieren kann, sondern wann der Backlog in tatsächliche Erträge mündet.
Entscheidende Marken im Blick
Die Unterstützung bei 190 Dollar ist nun entscheidend. Fällt die Aktie darunter, könnte die 175-Dollar-Marke ins Visier rücken. Für eine Stabilisierung müsste Oracle die psychologisch wichtige 200-Dollar-Marke zurückerobern. Mitte März folgen die nächsten Quartalszahlen – bis dahin dürfte die Volatilität hoch bleiben.
Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 08. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








