Opendoor Aktie: Fehltritte unvermeidbar?
Der Immobilien-Disruptor steht am Scheideweg. Nach dem verkürzten Handel am "Black Friday" herrscht an den Märkten Uneinigkeit über den aggressiven Kurs des Unternehmens. Während CEO Kaz Nejatian alles auf eine Karte setzt und das Geschäftsmodell durch Künstliche Intelligenz neu erfinden will, bleibt die Skepsis tief verwurzelt. Die Aktie schloss am Freitag unter Druck – eine klare Botschaft der Anleger: Vorschusslorbeeren gibt es nicht mehr. Kann die Technik die tiefroten Zahlen der Vergangenheit vergessen machen?
Wette auf die "Version 2.0"
Mit einem Schlusskurs von 7,68 US-Dollar gab das Papier am Freitag rund 1,03 Prozent nach. Hinter dieser Kursbewegung verbirgt sich jedoch weit mehr als normale Marktvolatilität. Investor Eric Jackson spricht bereits von einer "Neugründung" des Unternehmens. Die Strategie ist radikal und zielt auf eine vollständige Abkehr vom personalintensiven Modell der Jahre 2022 bis 2024 ab:
- Massive Automatisierung: Der Einsatz von KI soll den Personalbedarf potenziell um bis zu 90 Prozent senken.
- Beschleunigung: Ein neues operatives Ziel sieht vor, Immobilientransaktionen innerhalb von nur drei Tagen abzuschließen.
- Risikominimierung: Der Fokus verschiebt sich hin zu einem kapitalschonenden Ansatz, um die Gefahren im iBuying-Sektor abzufedern.
JPMorgan sieht die Wende – Bären warnen
Gegen den vorherrschenden Pessimismus stellt sich JPMorgan-Analyst Dae K. Lee. Er hält an seinem "Overweight"-Rating fest und hob das Kursziel jüngst auf 8,00 US-Dollar an. Seine optimistische Prognose stützt sich auf konkrete Zahlen: Für 2027 erwartet er einen Umsatz von rund 8 Milliarden US-Dollar sowie eine Stabilisierung der Deckungsbeiträge zwischen 5 und 7 Prozent. Lee sieht in der aktuellen Transformation den Schlüssel, um die Profitabilität schneller als vom Konsens erwartet zu erreichen.
Doch die Warnsignale der Gegenseite leuchten weiter hellrot. Berichte der letzten 48 Stunden unterstreichen die strukturellen Risiken. Die Umsatzprognosen für 2025 deuten auf einen Einbruch von 18 Prozent hin, da das Unternehmen seine Bestandsaufkäufe drosselt. Trotz schrumpfender Verluste rechnen Experten weiterhin mit einem Minus von etwa 0,23 US-Dollar je Aktie im kommenden Jahr. Einige Analysten sehen das Abwärtspotenzial bei einem Kursziel von lediglich 1,40 US-Dollar als noch lange nicht ausgeschöpft an, sollte die KI-Integration scheitern.
Finanzmanöver laufen ins Leere
Um den Druck auf Leerverkäufer zu erhöhen, griff das Management kürzlich tief in die Trickkiste. Die Ausschüttung handelbarer Optionsscheine (Warrants der Serien K, A und Z) am 21. November sollte Short-Seller zum Eindecken ihrer Positionen zwingen.
Die Reaktion des Marktes fiel jedoch ernüchternd aus. Die von Privatanlegern erhoffte "Short Squeeze"-Rally blieb aus, die finanztechnische Maßnahme verpuffte weitgehend wirkungslos. Investoren ignorieren die Finanzakrobatik und richten ihren Fokus nun gnadenlos auf die operative Exekution der Turnaround-Pläne. Es bleibt ein binäres Risiko: Gelingt der Durchbruch mit Version 2.0 oder kapituliert das Modell vor der Realität?
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