Für die OMV-Aktie rückt ein klarer Fixpunkt näher: Am Donnerstagmorgen legt der Energiekonzern sein Trading Update zum vierten Quartal 2025 vor – noch vor Börsenstart. Die Zahlen gelten als wichtiger Test, ob das operative Geschäft zum Jahresende mit dem anspruchsvollen Marktumfeld Schritt halten konnte. Für den Kurs könnte das Update den Ton für die nächsten Wochen vorgeben.

Die Fakten im Überblick

  • Veröffentlichung „Trading Update Q4 2025“: Donnerstag, 15. Januar 2026, 07:30 Uhr MEZ
  • Vollständiger Bericht zum Geschäftsjahr 2025 und Q4: 4. Februar 2026
  • Fokuskennzahlen:
  • realisierte Öl- und Gaspreise
  • Raffineriemargen
  • Produktionsmengen in den Energiesparten
  • Margen in „Fuels and Feedstock“ sowie „Chemicals & Materials“

Die Aktie hat sich im Vorfeld eher ruhig gezeigt. Gestern schloss der Titel bei 49,12 Euro und liegt damit leicht über dem 50-Tage-Durchschnitt von 48,16 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von gut 25 Prozent, der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch bei 55,00 Euro beträgt aktuell rund 11 Prozent.

Was das Trading Update so wichtig macht

Das anstehende Update liefert einen kompakten Überblick über die wichtigsten Leistungsindikatoren des Schlussquartals 2025. Es ist damit eine Art Vorab-Check, bevor im Februar der vollständige Geschäftsbericht folgt.

Im Mittelpunkt stehen:

  • Segment „Energy“:
    Die Entwicklung der globalen Rohöl- und Erdgaspreise im vierten Quartal hat direkten Einfluss auf das Ergebnis. Entscheidend ist, zu welchen realisierten Preisen OMV Öl und Gas verkauft hat und wie sich diese im Vergleich zum Vorquartal und zum Vorjahreszeitraum darstellen.

  • Raffinerien und Treibstoffe („Fuels and Feedstock“):
    Raffineriemargen sind ein zentraler Hebel für die Profitabilität. Höhere Margen können schwächere Preise im Upstream-Bereich teilweise abfedern, schwächere Margen dagegen das Konzernergebnis belasten.

  • Chemie und Petrochemie („Chemicals & Materials“):
    In diesem Segment stehen Nachfrageentwicklung und Margen im Fokus. Das Update soll zeigen, ob die Sparte zum Jahresende stabilisieren oder zulegen konnte.

Analysten-Konsensschätzungen dienen dabei als Referenzpunkt: Weichen die Kennzahlen spürbar nach oben oder unten ab, kann dies den Ton für die weitere Ergebnisdiskussion bis zum Februar-Bericht vorgeben.

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Einordnung und Zeitplan

Die am Donnerstag vorgelegten Eckdaten werden unmittelbar mit den Zahlen des dritten Quartals 2025 und des Vorjahresquartals verglichen. Daraus lässt sich ablesen, ob sich das Geschäft zum Jahresende eher beschleunigt oder abgekühlt hat.

Wichtig ist dabei das Zusammenspiel der Sparten:

  • Trägt das Energiegeschäft bei volatilen Preisen stabil zum Ergebnis bei?
  • Können Raffinerie- und Petrochemieaktivitäten Schwankungen in anderen Bereichen ausgleichen?
  • Passen die operativen Trends zur bisherigen Jahresentwicklung?

Für Aktionäre ist das Trading Update der erste von zwei zentralen Terminen zum Jahresauftakt. Die vorläufigen Zahlen liefern die Basis, um Erwartungen für:

  • das detaillierte Jahresergebnis 2025,
  • den Gewinn je Aktie
  • und mögliche Aussagen zur Dividendenpolitik

anzupassen, die dann mit dem vollständigen Bericht am 4. Februar 2026 konkretisiert werden.

Aus charttechnischer Sicht konsolidierte die Aktie in den letzten Tagen vor der Bekanntgabe. Der Titel notiert moderat über den mittelfristigen Durchschnitten (50 und 100 Tage) und rund 5 Prozent über dem 200‑Tage-Durchschnitt – ein Hinweis auf einen bislang intakten Aufwärtstrend, der jedoch anfällig für neue Impulse bleibt. Mit einem RSI von 47,9 wirkt der Wert kurzfristig weder überkauft noch überverkauft.

Fazit: Donnerstag setzt den Ton

Das Trading Update am Donnerstag um 07:30 Uhr MEZ dürfte zum Taktgeber für die OMV-Aktie in dieser Woche werden. Die Reaktion auf die vorläufigen Kennzahlen kann die Handelsrichtung für den Tag und darüber hinaus prägen, insbesondere weil die Aktie in der Nähe ihrer mittelfristigen Trendlinien notiert. Spannend wird vor allem, ob die Kombination aus Energiepreisen, Raffineriemargen und Chemiegeschäft den positiven Kursverlauf der vergangenen zwölf Monate untermauert oder die Erwartungshaltung vor dem Jahresbericht im Februar dämpft.

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