Omv Aktie: Positive Investorenerwartungen!
700 Millionen Euro Abschreibungen sollten eigentlich für Katerstimmung sorgen. Doch die OMV Aktie zeigt sich erstaunlich widerstandsfähig und überwindet wichtige charttechnische Hürden. Ignorieren Anleger die massiven Belastungen aus dem vierten Quartal, oder preist der Markt bereits die strategische Neuausrichtung ein?
- Belastung: 700 Millionen Euro Sonderabschreibungen im vierten Quartal.
- Ursache: Lizenzkosten in Rumänien und gesunkene Produktionsmengen.
- Lichtblick: 123 Millionen Euro Förderung für grünen Wasserstoff.
- Charttechnik: Kurs notiert stabil über dem 200-Tage-Durchschnitt.
Teure Lizenzverlängerung in Rumänien
Das jüngste Trading-Update des Konzerns liest sich auf den ersten Blick ernüchternd. OMV muss für das vierte Quartal 2025 erhebliche Wertberichtigungen vornehmen. Allein 300 Millionen Euro entfallen auf Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Verlängerung von Produktionslizenzen in Rumänien. Weitere 400 Millionen Euro resultieren aus geringeren Produktionsmengen in Rumänien, Tunesien und Neuseeland.
Erschwerend kommt das Marktumfeld hinzu: Der durchschnittliche realisierte Rohölpreis sank auf 62,4 USD pro Barrel, während die Erdgaspreise um 3,2 Prozent nachgaben. Besonders die rumänische Tochter OMV Petrom steht unter Druck, nachdem die dortige Regierung zwar die Lizenzen um 15 Jahre verlängerte, dafür aber die Abgaben für Onshore-Förderung um rund 40 Prozent anhob.
Expansion und Energiewende als Kurstreiber
Während das traditionelle Geschäft Geld kostet, investiert OMV massiv in die Zukunft. Im Schwarzen Meer treibt der Konzern gemeinsam mit der staatlichen Bulgarian Energy Holding die Exploration voran. Das Bohrprogramm im Han Asparuh-Feld läuft, die erste Bohrung begann bereits im Dezember.
Gleichzeitig forciert das Unternehmen den Wandel weg vom reinen Öl-Multi. Für das größte grüne Wasserstoff-Projekt Österreichs sicherte sich OMV eine staatliche Förderung von 123 Millionen Euro. Zusammen mit Masdar aus Abu Dhabi soll eine 140-Megawatt-Anlage entstehen – ein klares Signal für die langfristige Strategie.
Chartbild widerspricht Fundamentaldaten
Trotz der fundamentalen Gegenwinde spricht die Kursentwicklung eine andere Sprache. Mit einem aktuellen Kurs von 49,40 Euro behauptet sich die Aktie robust. Besonders relevant ist der Blick auf den langfristigen Trend: Der Kurs notiert mit einem Abstand von über 5 Prozent deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 46,84 Euro.
Marktbeobachter werten diese relative Stärke oft als Indiz dafür, dass Investoren die einmaligen Abschreibungen als "Aufräumarbeiten" betrachten und den Fokus auf die künftige Ertragskraft legen. Allerdings bleibt das Analystenlager gespalten. Während Jefferies bei einer Kaufempfehlung bleibt, stuft Barclays den Titel als "Underweight" ein.
Blick auf den 4. Februar
Die wirkliche Bewährungsprobe steht kurz bevor. Am 4. Februar 2026 legt OMV die vollständigen Zahlen für das abgelaufene Quartal vor. Analysten erwarten einen Gewinn pro Aktie von etwa 1,53 Euro. Erst dann wird sich im Detail zeigen, wie stark die operativen Gewinne die bilanziellen Sondereffekte abfedern können und ob die Dividendenpolitik von den Abschreibungen unberührt bleibt.
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