Omv Aktie: Marktresonanz analysiert
Am Mittwoch legt OMV die Jahreszahlen für 2025 vor – und geht mit einem klaren Ballast in die Veröffentlichung. Bereits Mitte Januar kündigte der Konzern hohe, aber nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen für das vierte Quartal an. Dazu kommt ein spürbar raueres Preis- und Produktionsumfeld zum Jahresende.
Die Frage, die am 4. Februar im Mittelpunkt stehen dürfte: Wie stark überlagern die Sondereffekte das Bild – und was bleibt operativ übrig?
Wertberichtigungen: 700 Millionen Euro im Q4
OMV hat in einem Trading-Update vom 15. Januar nicht-zahlungswirksame Wertberichtigungen von insgesamt 700 Millionen Euro für Q4 2025 angekündigt. Laut Reuters setzt sich das Paket aus zwei Treibern zusammen:
- 400 Mio. Euro durch geringere Fördermengen in Rumänien, Tunesien und Neuseeland
- 300 Mio. Euro im Zusammenhang mit Verpflichtungen aus der Verlängerung von Produktionslizenzen der Tochter OMV Petrom in Rumänien
Hintergrund: Rumänien stimmte im Dezember 2025 der Lizenzverlängerung zu, erhöhte aber gleichzeitig die Onshore-Royalty-Steuern um rund 40%. Die Wertberichtigungen laufen als Sondereffekte und sollen das bereinigte operative Ergebnis nicht belasten.
Q4: Preise schwächer, Produktion leicht niedriger
Auch das Marktumfeld im vierten Quartal lieferte wenig Rückenwind. Der durchschnittliche Erdgaspreis sank im Quartalsvergleich um 3,2%. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis lag bei 62,40 US-Dollar je Barrel. Parallel ging die Produktion von Kohlenwasserstoffen auf 300.000 Barrel Öläquivalent pro Tag zurück (nach 304.000 im Vorquartal).
Ein Gegenpol kam aus dem Working Capital: Die im dritten Quartal verbuchten Mittelabflüsse von 400 Millionen Euro sollen sich im vierten Quartal mindestens vollständig umgekehrt haben.
Dividende: 2025 noch nach alter Logik
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Mit den Jahreszahlen wird auch der Dividendenvorschlag für 2025 erwartet. Die Hauptversammlung ist auf den 27. Mai 2026 terminiert. Wichtig dabei: Für 2025 gilt noch die bisherige Dividendenpolitik.
Ab dem Geschäftsjahr 2026 greift dann eine neue Formel: OMV will 50% der Dividenden aus der Beteiligung an Borouge Group International (BGI) plus 20 bis 30% des operativen Cashflows (ohne BGI-Dividenden) ausschütten.
Die wichtigsten Termine im Überblick:
- 4. Februar 2026: Jahreszahlen 2025
- Q1 2026: erwarteter Abschluss der BGI-Transaktion
- 27. Mai 2026: Hauptversammlung (Dividende 2025)
Zum Kursbild: Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 50,10 Euro. Damit notiert der Titel rund 8,9% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 55,00 Euro, aber deutlich über dem 52‑Wochen‑Tief (38,10 Euro).
Strategische Schritte: BGI und EU-Förderung
Parallel zur Bilanz richtet sich der Blick auf zwei strategische Baustellen. Der Abschluss der BGI-Transaktion wird im ersten Quartal 2026 erwartet. Aus dem Zusammenschluss mit ADNOC soll der weltweit viertgrößte Polyolefin-Produzent entstehen.
Außerdem sicherte sich OMV im Januar eine EU-Förderung von 123 Millionen Euro für eine grüne Wasserstoffanlage. Das Joint Venture mit Masdar plant eine 140-Megawatt-Elektrolyseanlage in Österreich.
Am 4. Februar wird damit vor allem entscheidend, wie OMV die Sondereffekte und das Q4-Umfeld einordnet – und welche Signale der Dividendenvorschlag für 2025 sowie die anstehenden Schritte rund um BGI und Wasserstoff für 2026 setzen.
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