DAX: Absturz unter 24.000 Punkte
Der deutsche Leitindex ist am Donnerstag kräftig unter die Räder gekommen. Mit einem Minus von 1,61 Prozent schloss der DAX bei 23.815,75 Punkten – deutlich unter der psychologisch wichtigen Marke von 24.000 Zählern. Auch die 200-Tage-Linie, eine zentrale Unterstützung für den langfristigen Trend, wurde nach unten durchbrochen.
Noch am Morgen hatte ein kurzer Hoffnungsschimmer für Erleichterung gesorgt. Gerüchte über mögliche Verhandlungen des Iran zu seinem Atomprogramm trieben den DAX kurzzeitig über 24.350 Punkte. Doch die Euphorie verpuffte schnell, als im Tagesverlauf weitere militärische Aktionen im Nahen Osten bekannt wurden.
Ölpreis schürt Inflationsängste
Besonders belastend wirkte der erneut stark anziehende Ölpreis. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 4,2 Prozent auf 84,84 Dollar pro Fass. Die Straße von Hormus bleibt dabei das Hauptproblem: Durch diese Meerenge läuft ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels – der Schiffsverkehr dort ist mittlerweile nahezu zum Erliegen gekommen.
Für die Märkte bedeuten steigende Energiepreise eine doppelte Bedrohung. Einerseits droht neuer Inflationsdruck, der die Europäische Zentralbank daran hindern könnte, die Zinsen weiter zu senken. Andererseits würde eine Verschärfung der Teuerung die gerade erst begonnene Konjunkturerholung in Europa im Keim ersticken.
Wall Street verstärkt Abwärtsdruck
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Auch von der anderen Seite des Atlantiks kam keine Unterstützung. Der Dow Jones Industrial verlor 1,6 Prozent, während der technologielastige Nasdaq 100 mit einem Minus von 0,5 Prozent glimpflicher davonkam. Die höheren Anleiherenditen machten Aktien im direkten Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren weniger attraktiv.
Der europäische Gesamtmarkt zeigte ein ähnliches Bild. Der EuroStoxx 50 gab 1,5 Prozent nach, auch in London und Zürich dominierten rote Vorzeichen. Der MDAX als Barometer für mittelgroße deutsche Unternehmen verlor sogar 2,20 Prozent und schloss bei 29.688,96 Punkten.
Die Situation bleibt angespannt. Am Donnerstag feuerte der Iran erneut Raketen auf Israel ab, während Israel seine zwölfte Angriffswelle gegen iranische Ziele flog. Unter den Angriffszielen waren Kommandozentren der Revolutionsgarden in Teheran sowie Waffenlager und Produktionsstätten. Gleichzeitig drohte Aserbaidschan dem Iran nach einem Drohnenangriff mit Vergeltung – ein weiterer Krisenherd in der ohnehin explosiven Region.
Solange im Nahen Osten keine Entspannung in Sicht ist und der Ölpreis weiter nach oben tendiert, dürften sich Anleger von europäischen Aktien fernhalten. Die Frage ist nicht mehr, ob die Unsicherheit die Märkte belastet – sondern wie lange sie anhält.
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