Eutelsat hat sein rund fünf Milliarden Euro schweres Refinanzierungsprogramm vollständig abgeschlossen. Der finale Baustein war das Closing einer 1,5-Milliarden-Euro-Anleihe am 5. März – und damit ist eine mehrstufige Kapitalstrukturreorganisation beendet, die 2025 eingeleitet worden war.

Die Eckdaten des Gesamtpakets

Die Anleihe besteht aus zwei Tranchen: 850 Millionen Euro mit fünfjähriger Laufzeit zu 5,75 Prozent sowie 650 Millionen Euro mit siebenjähriger Laufzeit zu 6,25 Prozent. Mit dem Emissionserlös löst Eutelsat bestehende Schulden in Höhe von 1,2 Milliarden Euro ab. Ein zentrales Ziel war dabei die Vereinfachung der Konzernstruktur – konkret die Beseitigung der strukturellen Nachrangigkeit, da ein Großteil der Schulden bislang auf Ebene der Tochtergesellschaft Eutelsat SA angesiedelt war.

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Das Gesamtpaket umfasst vier koordinierte Bausteine: ein 900-Millionen-Euro-Kreditrahmenabkommen aus November 2025, eine Exportkreditfinanzierung über rund eine Milliarde Euro zur Absicherung des Kaufs von 440 LEO-Satelliten von Airbus Defence and Space, einen geänderten EIB-Kreditvertrag über 200 Millionen Euro sowie die nun abgeschlossene Anleihe. Parallel hatte Eutelsat im Jahr 2025 Kapitalerhöhungen über insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro durchgeführt, an denen sich die französische und britische Regierung beteiligten. Moody's und Fitch stuften das Unternehmen daraufhin um zwei beziehungsweise drei Ratingstufen hoch – auf Ba3 und BB.

LEO wächst, GEO schrumpft

Mit der abgeschlossenen Kapitalstruktur will Eutelsat Investitionen von rund vier Milliarden Euro im Zeitraum 2026 bis 2029 finanzieren. Das Ziel: den Ausbau der LEO-Satellitenaktivitäten über die OneWeb-Konstellation beschleunigen und gleichzeitig das rückläufige GEO-Geschäft kompensieren. Die OneWeb-Umsätze stiegen im letzten Halbjahresergebnis um 60 Prozent, mit einer Projektion von bis zu 280 Millionen Euro bis Ende des laufenden Geschäftsjahres. Bis 2028/2029 peilt Eutelsat Gesamtumsätze von über 1,5 Milliarden Euro an.

Im LEO-Wettbewerb bleibt Starlink mit über 9.000 gestarteten Satelliten und mehr als neun Millionen Abonnenten klar dominant. Amazons Konkurrenzprojekt hingegen kämpft mit Verzögerungen: Ende Januar 2026 beantragte Amazon bei der FCC eine 24-monatige Fristverlängerung, um die Deadline für den Aufbau der halben Konstellation von Juli 2026 auf Juli 2028 zu verschieben – begründet mit einem Mangel an verfügbaren Trägerraketen. Damit bleibt Eutelsats OneWeb-Konstellation mit über 600 aktiven Satelliten auf absehbare Zeit die zweitgrößte eingesetzte LEO-Flotte weltweit.

Die operative Kernaufgabe der kommenden Jahre ist klar definiert: Das LEO-Wachstum muss schnell genug skalieren, um die strukturellen Rückgänge im GEO-Segment auszugleichen – während der Wettbewerbsdruck im Orbit weiter steigt.

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