OHB Sweden hat einen Vertrag über 248 Millionen Euro für die Entwicklung und Herstellung von 20 Kleinsatelliten gewonnen – der größte Satelliten-Auftrag in der Geschichte des schwedischen Raumfahrtsektors. Das Programm soll Europas Wettervorhersagen bis mindestens 2042 mit arktischen Klimadaten versorgen.

Vom Demonstrator zur Konstellation

Grundlage für den Auftrag war der Arctic Weather Satellite (AWS), den OHB Sweden als Demonstrator für die ESA entwickelte und innerhalb von nur drei Jahren in die Umlaufbahn brachte. Dieser Erfolg überzeugte EUMETSAT, die schwedische OHB-Tochter nun mit dem vollständigen Folgeprogramm zu betrauen.

Im Rahmen des EPS-Sterna-Programms liefert OHB Sweden 20 Kleinsatelliten, die in einer Konstellation von jeweils sechs aktiven Einheiten betrieben werden. Zwei davon dienen als Reserve. Der erste Start von sechs Satelliten ist für 2029 geplant, zweifache Erneuerung der Konstellation sichert den Betrieb bis 2042. EUMETSAT beziffert den wirtschaftlichen Nutzen der gewonnenen Wetterdaten für Europa auf mehr als 30 Milliarden Euro.

OHB Sweden führt dabei ein Konsortium von rund 30 europäischen Unternehmen – ein Rollenwechsel für den schwedischen Standort, der bislang vor allem als Zulieferer für Komponenten bekannt war.

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Wachstum mit klarer Zielmarke

Der Auftrag fällt in eine Phase deutlicher operativer Expansion. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz der OHB SE um 21 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT lag bei 84 Millionen Euro. Der Auftragsbestand erreichte mit 3,19 Milliarden Euro ein historisches Hoch – rund 800 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Das Management peilt für 2026 einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent an. Bis 2028 soll die Zwei-Milliarden-Marke fallen. Wie sich das erste Quartal 2026 entwickelt hat, zeigt der Zwischenbericht am 7. Mai.

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