Der monatelange Poker um die Commerzbank ist in eine neue, deutlich aggressivere Phase eingetreten. Mit der offiziellen Ankündigung eines Übernahmeangebots hat UniCredit-Chef Andrea Orcel die Samthandschuhe endgültig ausgezogen. Was lange Zeit als vorsichtiges Abtasten und strategisches Positionieren galt, hat sich nun zu einem offenen Machtkampf entwickelt. Die italienische Großbank greift nach der vollen Kontrolle und setzt damit ein deutliches Zeichen für eine Konsolidierungswelle im europäischen Bankensektor.

Ein Tauschangebot ohne Glanz und Gloria

Die Details der Offerte sorgen auf dem Parkett für reichlich Gesprächsstoff. UniCredit bietet den Aktionären einen Aktientausch im Verhältnis von 0,485 eigenen Papieren je Commerzbank-Anteil. Rein rechnerisch bewertet dies das Frankfurter Traditionshaus mit rund 35 Milliarden Euro. Auffällig ist dabei der äußerst knappe Aufschlag auf den aktuellen Börsenkurs. Marktbeobachter werten diesen Schritt als taktisches Manöver, um die gesetzliche 30-%-Schwelle zu knacken und so den Weg für weitere Zukäufe am freien Markt freizumachen.

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Frontalangriff auf die Frankfurter Eigenständigkeit

In der Commerzbank-Zentrale am Kaiserplatz herrscht derweil Alarmstufe Rot. Die Führung unter Bettina Orlopp lässt keinen Zweifel daran, dass dieser Vorstoß als feindlicher Akt gewertet wird. Die Kritikpunkte sind massiv: Es fehle eine echte Übernahmeprämie, zudem drohe bei einer Integration ein radikaler Kahlschlag in der Verwaltung und im Filialnetz. Das Management  verweist auf die jüngsten operativen Rekordergebnisse, die beweisen sollen, dass die Bank  glänzend für eine selbstständige Zukunft aufgestellt ist.

Berlin zieht die Brandmauer hoch

Auch politisch ist das Thema höchst brisant. Die Bundesregierung, die selbst noch einen nennenswerten Anteil an der Commerzbank hält, hat sich bereits deutlich gegen eine „feindliche Übernahme“ positioniert. Die Sorge vor dem Verlust eines nationalen Champions und der Gefährdung der Mittelstandsfinanzierung wiegt schwer. Gleichzeitig wächst der Druck aus Brüssel und von der EZB, die in grenzüberschreitenden Bankenfusionen die einzige Chance sehen, um gegen die Übermacht der US-Giganten zu bestehen.

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