Positive Studiendaten, aber der Kurs bricht ein – bei Ocugen lief am 15. Januar 2026 etwas schief. Die vorläufigen Phase-2-Daten zur Gen-Therapie OCU410 erfüllten zwar die primären Endpunkte, dennoch verlor die Aktie an einem Tag fast 14 Prozent. Was steckt hinter dieser ungewöhnlichen Marktreaktion?

Studiendaten überzeugen – auf den ersten Blick

Die ArMaDa-Studie zeigte nach zwölf Monaten eine 46-prozentige Reduktion des Läsionswachstums bei Patienten mit geografischer Atrophie, einer fortgeschrittenen Form der altersbedingten Makuladegeneration. Verglichen mit unbehandelten Kontrollgruppen ist das ein deutlicher Effekt.

Doch ein Detail irritierte offenbar: Die mittlere Dosis erzielte mit 54 Prozent Reduktion bessere Ergebnisse als die hohe Dosis mit nur 36 Prozent. Eine solche umgekehrte Dosis-Wirkungs-Beziehung wirft Fragen auf, auch wenn Ocugen dies mit der kleinen Patientenzahl von bisher etwa 50 Prozent der eingeschriebenen Teilnehmer erklärt.

Das Sicherheitsprofil blieb über 60 behandelte Patienten hinweg makellos: keine schwerwiegenden therapiebedingten Nebenwirkungen, keine Entzündungssignale, keine Injektionskomplikationen.

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Mehrere Faktoren könnten den Kursrutsch erklären:

  • Gewinnmitnahmen: Die Aktie war in den Wochen zuvor stark gelaufen, allein am 12. Januar um knapp 19 Prozent nach positiven Phase-1-Daten zu einem anderen Kandidaten
  • Finanzierungssorgen: Frühere SEC-Unterlagen hatten Kapitalbedarfe und "Going-Concern"-Formulierungen enthalten – Investoren fragen sich, wie Ocugen Phase-3-Studien und drei geplante Zulassungsanträge finanzieren will
  • Dosisfrage: Die unerwartete Dosis-Antwort-Kurve könnte Zweifel an der optimalen Dosierung für Phase 3 geweckt haben

Der hohe Handelsumsatz von 14,3 Millionen Aktien am Verkaufstag – mehr als das Dreifache des Durchschnitts – deutet auf institutionelle Umschichtungen hin.

Ehrgeiziger Zeitplan bis 2028

Ocugen verfolgt ein ambitioniertes Programm mit drei Zulassungsanträgen innerhalb von drei Jahren:

  • OCU410 für geografische Atrophie: Phase-3-Start 2026, Zulassungsantrag 2028
  • OCU410ST für Stargardt-Krankheit: Zulassungsantrag bereits für erste Jahreshälfte 2027 geplant
  • OCU400 für Retinitis pigmentosa: Rollierender Zulassungsantrag ab 2026

Die vollständigen Phase-2-Daten werden im ersten Quartal 2026 erwartet und dürften zeigen, ob sich das Dosissignal mit größerer Patientenzahl bestätigt oder als statistisches Rauschen erweist.

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