Ocugen kommt bei seiner wichtigsten Studie einen entscheidenden Schritt voran: Die Phase-3-Prüfung zur Gentherapie OCU400 bei Retinitis pigmentosa ist vollständig rekrutiert. Damit rückt nicht nur die nächste große Datenveröffentlichung näher – auch der geplante Zulassungsantrag wirft bereits seine Schatten voraus. Und schon morgen liefert das Unternehmen mit den Jahreszahlen das nächste Update für Anleger.

Phase 3 ist voll – was das bedeutet

Ocugen hat am Montag gemeldet, dass die Phase-3-Studie liMeliGhT für OCU400 die geplante Patientenzahl erreicht hat. Insgesamt wurden 140 Patienten mit Retinitis pigmentosa (RP) aufgenommen. Für Biotech-Unternehmen ist das ein wichtiger operativer Meilenstein: Erst wenn die Rekrutierung abgeschlossen ist, kann die Studie sauber in die Beobachtungsphase übergehen – und der Zeitplan Richtung Zulassung wird belastbarer.

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Rückenwind liefert dabei der Blick zurück: Aus der vorangegangenen Phase-1/2-Studie liegen 3-Jahres-Daten vor, die laut Unternehmensangaben Sehverbesserungen um zwei Linien gezeigt haben. Genau diese Kombination aus „Studie steht“ und „frühere Daten machen Hoffnung“ erklärt, warum der Newsflow für den Markt relevant ist.

Zulassungstaktung: BLA schon für Q3 geplant

Ocugen bleibt nach eigenen Angaben auf Kurs, den rolling BLA (Biologics License Application) im 3. Quartal 2026 einzureichen. „Rolling“ bedeutet dabei: Teile des Zulassungsantrags können nach und nach eingereicht werden, sobald sie fertig sind.

Die Topline-Ergebnisse der Phase 3 erwartet das Unternehmen allerdings erst im 1. Quartal 2027. Der Fahrplan zeigt damit klar: 2026 wird stark von regulatorischer Vorbereitung, Datenaufbereitung und Prozessschritten geprägt sein – während der harte klinische Wirksamkeitsnachweis aus Phase 3 erst später kommt.

Im Hintergrund passt auch eine Personalie ins Bild: Seit dem 9. Februar 2026 ist Rita Johnson-Greene als CFO an Bord – zu einem Zeitpunkt, an dem die Finanzierung und die Vorbereitung mehrerer Zulassungsdossiers parallel laufen.

Pipeline, Finanzierung – und morgen die Zahlen

OCU400 steht zwar im Mittelpunkt, doch Ocugen verweist auf zwei weitere Programme in der Augenheilkunde:
- OCU410ST (Stargardt): laufende Phase II/III-Studie, Zwischendaten Mitte 2026, BLA in der ersten Hälfte 2027 geplant.
- OCU410 (geografische Atrophie bei trockener AMD): positive vorläufige 12-Monatsdaten aus Phase 2, mit 46% geringerer Läsionszunahme in mittleren und hohen Dosen gegenüber Kontrolle; Phase 3 soll 2026 starten, BLA-Ziel 2028.

Finanziell hat sich Ocugen zuletzt frisches Geld besorgt: Das Unternehmen platzierte 15 Mio. Aktien zu 1,50 US-Dollar und nahm damit 22,5 Mio. US-Dollar ein. Laut Ocugen soll das die Liquidität bis ins 4. Quartal 2026 verlängern.

An der Börse notiert die Aktie heute bei 1,61 Euro (‑2,84%). Nach dem starken Lauf der vergangenen Monate wirkt die Reaktion eher wie eine kurze Verschnaufpause als ein Richtungswechsel.

Der nächste konkrete Termin steht schon fest: Morgen (Mittwoch) um 8:30 Uhr ET will Ocugen die Zahlen für Q4 und das Gesamtjahr 2025 vorlegen und im Call ein Business-Update geben – eine naheliegende Bühne, um den Phase-3-Meilenstein einzuordnen und den Zeitplan bis zur BLA-Einreichung in Q3 zu untermauern.

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