Nvidia hat am Donnerstag das tiefste Niveau des noch jungen Jahres 2026 markiert. Die Aktie fiel zeitweise auf rund 172 US-Dollar – ein deutliches Signal, dass Investoren ihre Erwartungen an den KI-Chip-Giganten neu kalibrieren. Drei Wochen vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen wächst die Unsicherheit über Margen, Produktwechsel und die Nachhaltigkeit der KI-Investitionen.

Neubewertung statt Geschäftseinbruch

Der Kursrückgang ist keine Reaktion auf schwache Fundamentaldaten. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 steigerte Nvidia den Umsatz um 62 Prozent auf 57 Milliarden US-Dollar. Das Rechenzentrumsgeschäft, das Herzstück des Konzerns, wuchs um 66 Prozent auf 51,2 Milliarden US-Dollar.

Für das laufende vierte Quartal peilt das Management 65 Milliarden US-Dollar Umsatz an. Das Problem: Investoren fragen sich, ob dieser Wachstumspfad angesichts mehrerer Belastungsfaktoren haltbar ist.

Drei Risiken belasten

Produktwechsel: Nvidia vollzieht gerade den Übergang von der Hopper- zur Blackwell-Architektur. Dieser Wechsel ist mit Kosten verbunden – allein in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres fielen 4,5 Milliarden US-Dollar für überschüssige H20-Lagerbestände und Kaufverpflichtungen an.

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China-Geschäft: Die verschärften US-Exportkontrollen schließen Nvidia faktisch vom chinesischen Rechenzentrumsmarkt aus. Das Unternehmen hat in Pflichtmitteilungen eingeräumt, dort nicht mehr konkurrenzfähig zu sein.

Margendruck: Während der Hochlaufphase neuer Produkte bleibt unklar, ob die Bruttomargen stabil bleiben. Das ist ein entscheidender Punkt für die Bewertung.

Quartalszahlen am 25. Februar

Am 25. Februar 2026 um 23 Uhr deutscher Zeit legt Nvidia die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr vor. Anleger erwarten Klarheit über drei Punkte: die Umsatzprognose für das erste Quartal 2027, den Margenverlauf während der Blackwell-Einführung und Updates zur kommenden Rubin-GPU-Architektur, die in der zweiten Jahreshälfte ausgeliefert werden soll.

Nvidia bleibt der liquideste Wert im KI-Sektor – und damit oft das erste Ziel, wenn Investoren Risiko abbauen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die aktuellen Sorgen berechtigt sind oder nur eine vorübergehende Konsolidierung nach der starken Rally des Vorjahres.

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