Nvidia bekommt heute gleich aus zwei Richtungen Rückenwind: Ein Analystenhaus hebt das Kursziel deutlich an – und gleichzeitig gibt es Berichte über neue Spielräume im China-Geschäft. Für Anleger ist das deshalb interessant, weil beides denselben Kern trifft: Wie lange bleibt die Nachfrage nach KI-Hardware auf Rekordniveau?

Wolfe setzt auf „Rack-Scale“-Boom

Wolfe Research hat das Kursziel am Freitag von 250 auf 275 US-Dollar angehoben und das Rating „Outperform“ bestätigt. Der Optimismus stützt sich vor allem auf eine anhaltend starke Nachfrage nach sogenannten Rack-Scale-Systemen – also kompletten Rechenzentrums-Konfigurationen, die auf Nvidias GPU-Plattformen basieren.

Wolfe erwartet, dass die wöchentlichen Auslieferungen von Blackwell-Racks bis Ende 2025 auf 1.000 Einheiten steigen könnten. Für 2026 modelliert das Haus dann 50.000 bis 60.000 ausgelieferte Racks. Wichtig für die These: Wolfe geht dabei von stabilen Margen aus – die Nachfrage soll also nicht nur über Volumen kommen, sondern auch profitabel bleiben.

Blackwell, Rubin – und eine ehrgeizige Umsatz-These

In der aktualisierten Roadmap stehen bei Wolfe klar die Architekturen Blackwell und Rubin im Fokus. Für 2026 kalkuliert das Haus mit 55.000 Blackwell-Racks und zusätzlich 20.000 Rubin-Racks. 2027 soll sich das Bild verschieben: 55.000 Rubin-Racks und 15.000 Rubin-Ultra-Racks.

Das Rechenmodell dahinter ist ambitioniert. Wolfe verbindet 35% Wachstum bei GPU-Stückzahlen mit höheren Durchschnittspreisen – und leitet daraus im „Bull Case“ Datenzentrumsumsätze von über 450 Milliarden US-Dollar bis 2027 ab. Das ist keine Prognose für das Basisszenario, aber es zeigt, wie stark der Hebel aus Plattform-Wechseln und Preisniveau eingeschätzt wird.

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China: H200-Exporte rücken wieder in den Fokus

Parallel zur Analystenstudie bewerten Marktteilnehmer heute Berichte, wonach chinesische Behörden großen KI-Unternehmen – darunter DeepSeek, ByteDance, Alibaba und Tencent – eine bedingte Genehmigung zum Kauf von H200-KI-Chips erteilt haben sollen. Laut Medienberichten könnten die ersten Bestellungen dabei spürbares Volumen haben.

Brisant ist das vor allem wegen des regulatorischen Umfelds: Exportkontrollen hatten Nvidias Zugang zum chinesischen Markt in der Vergangenheit immer wieder begrenzt. Entsprechend genau schauen Investoren darauf, wie belastbar solche Genehmigungen sind und wie lange sie tragen.

Kurz zusammengefasst:
- Wolfe Research erhöht Kursziel auf 275 USD (zuvor 250) und bleibt bei „Outperform“
- Treiber: erwartete Skalierung bei Blackwell-/Rack-Auslieferungen und stabile Margen
- Berichte: Bedingte Freigaben in China für Käufe von H200-Chips durch große KI-Firmen
- Nächster Fixpunkt: Quartalszahlen am 25. Februar 2026

Zum Kursbild nur so viel: Mit einem Schlusskurs von 190,30 USD notiert die Aktie nur knapp unter ihrem jüngsten 52‑Wochen‑Hoch – ein Zeichen dafür, dass der Markt die Story derzeit eher bestätigt als hinterfragt.

Der nächste konkrete Stimmungstest folgt am 25. Februar mit den Q4-Zahlen (GJ 2026). Dann wird sich zeigen, ob das Tempo im Datacenter-Geschäft die hohen Erwartungen weiter rechtfertigt und wie überzeugend der Ausblick auf die Rubin-Plattform ausfällt.

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