Die Nvidia-Aktie geriet zuletzt unter Druck, nachdem Berichte über Spannungen mit OpenAI die Runde machten. Nun schaltet sich CEO Jensen Huang persönlich ein – und versucht die Wogen zu glätten. Doch können ein paar beschwichtigende Worte die fundamentalen Fragen wirklich beantworten?

„Kompletter Irrsinn" – Huang geht in die Offensive

Am Dienstag, den 3. Februar 2026, versicherte Huang gegenüber CNBC, dass die geplante Investition von bis zu 100 Milliarden Dollar in OpenAI weiterhin auf Kurs sei. „Wir werden in die nächste Runde investieren", sagte der Nvidia-Chef. „Daran gibt es keinen Zweifel." Die angebliche Kontroverse bezeichnete er als „kompletten Irrsinn" – man arbeite gerne mit OpenAI zusammen, versicherte Huang. „Es gibt kein Drama. Alles läuft nach Plan."

Starke Worte. Doch sie kommen nicht von ungefähr. Einen Tag zuvor hatte Reuters berichtet, OpenAI sei mit einigen der neuesten KI-Chips von Nvidia unzufrieden und suche seit vergangenem Jahr nach Alternativen. Zehn Prozent der Rechenarbeit im Live-Betrieb stehen zur Disposition – für den Chipgiganten keine Kleinigkeit. Auch OpenAI selbst meldete sich zu Wort und wies die Gerüchte zurück.

Neue Partnerschaften – Nvidia diversifiziert

Während die OpenAI-Debatte die Schlagzeilen dominiert, setzt Nvidia seine Expansionsstrategie unbeirrt fort. Am 3. Februar 2026 gab das Unternehmen eine langfristige strategische Partnerschaft mit Dassault Systèmes bekannt. Gemeinsam will man eine industrielle KI-Plattform aufbauen, die „Virtual Twins" – digitale Zwillinge komplexer Systeme – mit KI-Infrastruktur kombiniert.

Dassault Systèmes wird KI-Fabriken mit der neuesten Nvidia-Infrastruktur auf drei Kontinenten errichten. Im Gegenzug setzt Nvidia auf die Systemengineering-Software von Dassault, um seine eigenen KI-Fabriken zu designen – beginnend mit der neuen Rubin-Plattform. Die Anwendungsfelder reichen von Biologie über Materialforschung bis hin zu autonomen Produktionssystemen.

Globale Player wie Bel Group, OMRON und Lucid Motors sind bereits an Bord. Ob diese Diversifizierung ausreicht, um potenzielle Rückschläge im OpenAI-Geschäft zu kompensieren, wird sich zeigen.

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Marktreaktion bleibt verhalten

Die US-Börsen zeigten sich am Dienstag unbeeindruckt von Huangs Beschwichtigungsversuchen. Der Nasdaq 100 schloss 1,6 Prozent im Minus – der KI-Konflikt zwischen Nvidia und OpenAI schürt weiterhin Zweifel an der Rolle künstlicher Intelligenz für die wirtschaftliche Entwicklung. Die Technologiebörse reagiert nervös.

Derweil springen Gold und Öl. Der Goldpreis legte um 6,4 Prozent auf 4.960 Dollar pro Feinunze zu, Brent-Öl verteuerte sich um 2,8 Prozent auf 68,15 Dollar je Fass. Anleger suchen offenbar Zuflucht – ein Zeichen dafür, dass das Vertrauen in die Tech-Rally bröckelt?

Fazit: Schönreden reicht nicht

Huang mag recht haben, dass keine grundsätzliche Krise zwischen Nvidia und OpenAI besteht. Doch die Tatsache, dass OpenAI überhaupt nach Alternativen sucht, wirft Fragen auf. Ist Nvidias technologischer Vorsprung so unangefochten, wie viele glauben? Oder könnten Wettbewerber schneller aufholen als gedacht?

Die Partnerschaft mit Dassault Systèmes zeigt, dass Nvidia auch jenseits des Hypes um ChatGPT & Co. wachsen kann. Ob das ausreicht, um die hohen Bewertungen zu rechtfertigen, bleibt abzuwarten. Eines ist klar: Die nächsten Quartalszahlen werden entscheidend sein.

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