Jensen Huang hat versprochen, Chips zu zeigen, „die die Welt noch nie gesehen hat." Heute öffnet Nvidias wichtigstes jährliches Event seine Türen — und die Erwartungen der Branche könnten kaum höher sein. Im Rücken hat das Unternehmen Rekordquartale. Im Blick hat es die nächste Chip-Generation.

Rekordzahlen als Rückenwind

Nvidia tritt mit beeindruckenden Zahlen ins Rampenlicht: Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte das Unternehmen einen Rekordumsatz von 68,1 Milliarden Dollar — ein Plus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Rechenzentrumsgeschäft wuchs dabei um 75 Prozent auf 62,3 Milliarden Dollar und macht mittlerweile 91 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

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Für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet Nvidia einen Umsatz von rund 78 Milliarden Dollar — deutlich über den bisherigen Wall-Street-Schätzungen von 72,6 Milliarden Dollar.

Vera Rubin und der Blick auf Feynman

Im Mittelpunkt der Hardwareankündigungen steht die Vera-Rubin-Plattform. Sie befindet sich bereits in der Serienproduktion, erste Cloud-Anbieter wie AWS, Google Cloud und Microsoft sollen noch in der zweiten Jahreshälfte 2026 entsprechende Instanzen bereitstellen. Nvidia gibt an, dass Rubin gegenüber dem Vorgänger Blackwell die fünffache Inferenz- und 3,5-fache Trainingsleistung erreichen soll.

Branchenbeobachter erwarten zudem, dass Huang einen tieferen Einblick in die Feynman-Architektur geben wird, die erstmals auf der GTC 2025 erwähnt wurde. Feynman soll auf TSMCs A16-Prozess basieren — mit Nvidia als exklusivem Kunden für diesen Fertigungsknoten.

Neben den GPU-Systemen rückt auch das CPU-Geschäft stärker in den Fokus. Nvidia-Manager Dion Harris erklärte gegenüber CNBC, dass CPUs zunehmend zum Engpass bei der Skalierung von KI- und Agentenworkflows werden. Nvidias Vera-CPU ist bereits in Produktion und läuft im Rahmen einer mehrjährigen Vereinbarung in Meta-Rechenzentren.

Analysten positionieren sich

Kurz vor der Konferenz kündigten Nvidia und Thinking Machines Lab eine mehrjährige Partnerschaft an, die den Einsatz von mindestens einem Gigawatt an Vera-Rubin-Systemen vorsieht. Analysten werten dies als Beleg für organische Nachfrage jenseits der üblichen Hyperscaler-Zyklen.

Wells Fargo bezeichnete sich vor dem Event als „NVDA-Käufer" und verwies auf eine historische Outperformance: Nach den letzten GTC-Konferenzen schlug Nvidia den SOX-Halbleiterindex im Dreimonatszeitraum im Schnitt um rund 30 Prozentpunkte. Cantor Fitzgerald setzt das Kursziel bei 300 Dollar, Barclays bei 275 Dollar.

Die Nvidia-Aktie notiert aktuell rund elf Prozent unter ihrem Allzeithoch vom Oktober 2025 — obwohl die Gewinnschätzungen seither weiter gestiegen sind. Ob die Keynote von Jensen Huang heute Abend neue Impulse liefert, hängt vor allem davon ab, wie überzeugend er die Nachfrage- und Kapazitätslage für die Vera-Rubin-Plattform darstellt.

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