Jahrelang galt Palantir vor allem als verschwiegener Datenanalyst für Geheimdienste und das Militär. Auf der jüngsten hauseigenen Konferenz AIPCon präsentierte das Softwareunternehmen nun einen strategischen Kurswechsel. Mit einer neuen KI-Architektur und namhaften Industriepartnern drängt der Konzern aggressiv in den kommerziellen Sektor.

Schulterschluss für souveräne KI

Das technisch bedeutendste Signal der Veranstaltung war eine neue gemeinsame Architektur mit dem Chip-Giganten Nvidia. Zusammen bieten die beiden Unternehmen künftig schlüsselfertige KI-Rechenzentren an, die von der Hardwarebeschaffung bis zur Softwareanwendung alles abdecken.

Dieser Vorstoß zielt besonders auf regulierte Branchen ab. Kunden behalten die vollständige Kontrolle über ihre Daten und KI-Modelle. Genau diese Datensouveränität stellt für Regierungsbehörden und Unternehmen aus kritischen Infrastrukturen ein entscheidendes Kaufargument dar.

Neue Partner und volle Auftragsbücher

Um die kommerzielle Ausrichtung zu untermauern, präsentierte Palantir eine Reihe neuer Partnerschaften. So nutzt GE Aerospace die Software künftig zur Optimierung der militärischen Flugzeugwartung und der eigenen Produktion. Der Urananreicherer Centrus Energy erhofft sich durch die Datenintegration in der Lieferkette Kosteneinsparungen von rund 300 Millionen US-Dollar.

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Neben dem Vorstoß in die Privatwirtschaft liefert das traditionelle Regierungsgeschäft weiterhin verlässliche Einnahmen. Das US-Heimatschutzministerium (DHS) vergab kürzlich einen Fünfjahresvertrag mit einem Maximalvolumen von einer Milliarde US-Dollar an die Datenanalysten. Dadurch erhalten verschiedene untergeordnete Behörden einen vereinfachten Zugriff auf die Plattformen des Unternehmens.

Fundamentaldaten treffen auf hohe Bewertung

Die operative Dynamik spiegelt sich in den jüngsten Geschäftszahlen wider. Im Schlussquartal 2025 verzeichnete Palantir mit 1,41 Milliarden US-Dollar den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte – ein massives Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Analysten von Wedbush Securities reagierten positiv auf die hohe kommerzielle Nachfrage nach skalierbaren KI-Systemen und bestätigten ihr Kursziel von 230 US-Dollar.

Trotz der starken fundamentalen Entwicklung bleibt die hohe Bewertung der Papiere ein Diskussionspunkt am Markt. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 237 ist enorm viel zukünftiges Wachstum bereits eingepreist. An der Börse notiert der Titel nach einem leichten Rücksetzer seit Jahresbeginn aktuell bei 134,28 Euro, konnte aber auf Sicht von zwölf Monaten um beachtliche 75,58 Prozent zulegen.

Das Management hat die Messlatte für das laufende Jahr 2026 extrem hoch gelegt. Palantir peilt ein gesamtes Umsatzwachstum von etwa 61 Prozent an, wobei die Erlöse im US-Geschäftskundenbereich sogar um mindestens 115 Prozent auf über 3,1 Milliarden US-Dollar klettern sollen. Der nächste konkrete Prüfstein für diese ehrgeizige Prognose und die Rechtfertigung der hohen Bewertung ist der Quartalsbericht im kommenden Mai.

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