S&P 500: Fünf Wochen im Minus
Der Geopolitik-Schock sitzt tief. Der Iran-Konflikt treibt die Ölpreise auf ein Rekordhoch und drückt die Stimmung an den Märkten — der S&P 500 beendet damit die fünfte Handelswoche in Folge im Minus.
Freitag schloss der breit gefasste Index bei 6.369 Punkten, ein Tagesrückgang von 1,7 Prozent. Technologiewerte gerieten besonders unter Druck: Der Nasdaq 100 gab 1,9 Prozent auf 23.133 Punkte nach. Der Dow Jones schloss ebenfalls 1,7 Prozent schwächer bei 45.167 Punkten.
Ölschock als Haupttreiber
Die Schließung der Straße von Hormuz durch den Iran trifft die Weltwirtschaft an einem empfindlichen Punkt. Brent-Rohöl notiert inzwischen bei rund 115 Dollar pro Barrel — ein monatlicher Anstieg von fast 60 Prozent, der selbst den Preissprung nach Iraks Einmarsch in Kuwait 1990 übertrifft. US-Rohöl legte mit einem Plus von über 50 Prozent im März ähnlich dramatisch zu.
Die Folgen sind weitreichend. Die Preise für Gas, Düngemittel, Kunststoffe und Aluminium steigen ebenso wie die Treibstoffkosten für Luftfahrt und Schifffahrt. Ökonomen von JPMorgan warnen: Bleibt die Meerenge noch einen weiteren Monat gesperrt, könnten die Ölpreise in Richtung 150 Dollar je Barrel steigen — mit spürbaren Einschränkungen für die Industrie.
Zinserwartungen drehen — Fed im Fokus
Der Inflationsdruck verändert auch das Zinsumfeld grundlegend. Noch vor einem Monat preisten die Märkte für 2026 Zinssenkungen der US-Notenbank von 50 Basispunkten ein. Heute zeigen die Erwartungen in die entgegengesetzte Richtung: 12 Basispunkte an Zinserhöhungen werden eingepreist. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentierten zuletzt bei rund 4,4 Prozent — ein Anstieg von fast 47 Basispunkten allein im März.
Fed-Chef Jerome Powell sowie der New Yorker Fed-Präsident John Williams äußern sich heute zu der Lage. Zeitgleich stehen diese Woche wichtige Konjunkturdaten an: Einzelhandel, Industrieproduktion und der Arbeitsmarktbericht. Nach dem überraschenden Stellenabbau von 92.000 Jobs im Februar werden für März rund 55.000 neue Stellen erwartet — bei einer Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent.
Asiatische Märkte signalisieren zum Wochenstart weiteren Gegenwind. Japans Nikkei verliert allein im März fast 13 Prozent. S&P-500-Futures notieren leicht im Minus.
Strateginnen und Strategen von Morgan Stanley sehen die Korrektur zwar in ihrer Endphase — doch solange der Konflikt im Persischen Golf anhält, dürfte die Erholung auf sich warten lassen.
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