NuScale Power baut die Zusammenarbeit mit dem französischen Kerntechnik-Spezialisten Framatome deutlich aus. Während die Partner die Brennstoffversorgung für die nächste Reaktor-Generation sichern, kämpft das Unternehmen gleichzeitig mit einer neuen Sammelklage und hohen Verlusten. Kann die strategische Weichenstellung die rechtlichen und finanziellen Sorgen der Anleger überwiegen?

Die gestern bekannt gegebene Erweiterung der seit 2015 bestehenden Kooperation zielt auf die Produktion von Brennelementen für die NuScale-SMR-Module ab. Ab 2030 soll das Framatome-Werk in Richland mindestens 444 Einheiten an den ersten US-Kunden liefern. Die Vereinbarung sichert NuScale zudem Zugriff auf europäische Produktionsstandorte für künftige Projekte. Framatome, eine Tochtergesellschaft von EDF, verfügt mit über 20.000 weltweit gelieferten HTP-Brennelementen über umfassende Erfahrung in diesem Sektor.

Kapitalbedarf und Kursentwicklung

An der Börse reagierte der Titel gestern mit einem Plus von 2,91 Prozent auf 12,38 US-Dollar. Damit stabilisiert sich der Kurs leicht, nachdem er seit dem Hoch von rund 57 US-Dollar im Oktober 2025 deutlich unter Druck geraten war. Die Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 weist einen Nettoverlust von 355,8 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von lediglich 31,5 Millionen US-Dollar aus.

Um die Liquidität zu sichern, hat NuScale ein Aktienausgabeprogramm (ATM) im Volumen von 1,0 Milliarde US-Dollar gestartet. Diese Maßnahme dürfte jedoch zu einer spürbaren Verwässerung für bestehende Aktionäre führen.

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Vorwurf irreführender Angaben

Parallel zur operativen Expansion sieht sich das Unternehmen mit juristischem Gegenwind konfrontiert. Die Kanzlei Levi & Korsinsky reichte gestern eine Sammelklage ein. Den Verantwortlichen wird vorgeworfen, Anleger über die Kompetenz des Partners ENTRA1 Energy getäuscht zu haben. Laut Klageschrift fehlte ENTRA1 die nötige Erfahrung im Bau und in der Finanzierung von Kernkraftprojekten.

Diese Partnerschaft sorgte bereits Ende 2025 für Aufsehen, als die Verwaltungskosten durch eine Zahlung von 495 Millionen US-Dollar an ENTRA1 auf insgesamt 519 Millionen US-Dollar nach oben schnellten. Im Vorjahreszeitraum hatten diese Kosten lediglich bei 17 Millionen US-Dollar gelegen.

Analysten bleiben gespalten

Die Einschätzungen der Banken gehen weit auseinander. Während Citigroup die Aktie mit einem Kursziel von 11,50 US-Dollar auf „Sell“ belässt, sieht Cantor Fitzgerald Potenzial bis 20,00 US-Dollar. Goldman Sachs positioniert sich mit einem Ziel von 14,00 US-Dollar neutral.

Optimistische Prognosen stellen für 2028 einen Umsatz von 402,3 Millionen US-Dollar und einen ersten Gewinn in Aussicht. Voraussetzung dafür ist die erfolgreiche Installation der ersten SMR-Module, für die NuScale als bisher einziger Entwickler eine Zertifizierung der US-Aufsichtsbehörde NRC besitzt. Zeitpläne bleiben jedoch fragil: Der Betriebsstart des RoPower-Projekts in Rumänien wurde zuletzt auf das Jahr 2033 verschoben.

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