Nuscale Aktie: Rallye unter Vorbehalt
Nuscale legt zum Jahresbeginn einen kräftigen Sprung hin – angetrieben von zunehmender politischer Unterstützung für Small Modular Reactors (SMR) und prominenten Energieversorgerendorsements. Zugleich belasten eine ausgeweitete Aktiengenehmigung und hohe Verluste die Perspektive. Wie tragfähig ist die Rallye wirklich?
Legislative Rückenwind treibt Kurs
Haupttreiber der Kursbewegung ist der klare Fokus der US-Politik auf SMR-Technologie. Anhörungen des House Energy Subcommittee zur beschleunigten Zulassung, die offizielle Lancierung der "Nuclear Renaissance"-Initiative mit Zielvorgaben bis 2028 sowie die angekündigte Bundesförderung von 2,7 Milliarden US-Dollar für die Uranversorgung haben die Markterwartungen gedreht. Zugleich genehmigte die Nuclear Regulatory Commission die aufgestufte 77‑MWe-Reaktorvariante von Nuscale, was größere Deployments ermöglicht. Entscheidend hinzu kommt die konkrete Branchenunterstützung: Duke Energy nannte Nuscale‑Technologie in einer Einreichung als Favoriten für einen Standort in North Carolina, und die TVA steht kurz vor dem Abschluss umfangreicher 6‑Gigawatt‑Verträge. Diese Kombination erklärt den hohen Handel und die starke Nachfrage in den ersten Tagen des Jahres.
Die Aktie notiert heute bei 19,67 USD und liegt seit Jahresanfang rund 20,6 % im Plus.
Verwässerung und Bilanzprobleme dämpfen Erwartungen
Dem positiven Momentum stehen deutliche strukturelle Risiken gegenüber. Das Unternehmen hat die zulässige Anzahl der Class‑A‑Aktien von 332 auf 662 Millionen erhöht — eine Verdopplung, die Verwässerungsängste schürt. Operativ schreibt Nuscale weiterhin hohe Verluste: Für das dritte Quartal 2025 wurde ein Nettoverlust von 532,65 Millionen US‑Dollar berichtet, bei Q3‑Umsätzen von nur 8,24 Millionen USD und einem neunmonatigen Umsatz von 28,4 Millionen USD. Ein operativer Cashflow‑Defizit von knapp 200 Millionen USD zeigt, dass die Firma für größere Projekte externes Kapital braucht.
Ein bedeutender Vertrag mit ENTRA1 im Umfang von 25 Milliarden USD bleibt ein zentrales Bewertungsargument. Marktteilnehmer preisen vermehrt künftige Deployments ein — weniger die aktuellen Cashflows. Das macht die Bewertung anfällig für Nachrichten über Finanzierungsrunden, Vertragsabschlüsse oder weitere Kapitalmaßnahmen.
Technische Volatilität und Ausblick
Die Aktie zeigt extreme Schwankungen und hohe Handelsvolumina; Analystenreaktionen führten zu Kurszielen um 24 USD, während die Marktbewertung bereits Erwartungen an künftige Installationen reflektiert. Kurzfristig dürfte die Kursrichtung vor allem von der politischen Umsetzung der Nuclear‑Renaissance‑Agenda und vom Fortgang konkreter Versorgerverträge abhängen.
Konkret: Die fortlaufenden Anhörungen des House Energy Subcommittee sowie die anstehenden Vertragsabschlüsse mit TVA und Duke werden in den nächsten Wochen und Monaten maßgeblich sein. Gelingt die praktische Umsetzung der Förderpläne und sichern sich Projekte verbindliche Finanzierungsquellen, bleibt weiteres Aufwärtspotenzial; fallen diese Schritte aus oder verzögern sich Genehmigungen, gewinnt das Verwässerungsrisiko an Gewicht.
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