Novo Nordisk Aktie: Was bremst?
Novo Nordisk steht vor einer doppelten Herausforderung: Ein wichtiger Studienerfolg gegen den Hauptkonkurrenten Eli Lilly blieb aus, während gleichzeitig drastische Preissenkungen in den USA die künftigen Margen belasten könnten. Kann der dänische Pharmariese seine Vormachtstellung im lukrativen Markt für Abnehmmedikamente dennoch verteidigen?
Rückschlag im direkten Duell
Das Hoffnungsprojekt CagriSema verfehlte in einer Phase-3-Studie das primäre Ziel der Nicht-Unterlegenheit gegenüber dem Konkurrenzprodukt Tirzepatid von Eli Lilly. Während Patienten unter CagriSema über einen Zeitraum von 84 Wochen im Schnitt 23 Prozent ihres Körpergewichts verloren, erreichte die Vergleichsgruppe mit dem Mittel von Eli Lilly eine Reduktion von 25,5 Prozent.
Zwar stufte das Unternehmen die Kombinationstherapie als sicher und gut verträglich ein, wobei die Nebenwirkungen im Bereich des Magen-Darm-Trakts meist mild verliefen. Dennoch reagierte der Markt in dieser Woche negativ auf die Nachricht, dass der angestrebte Gleichstand in der Wirksamkeit nicht nachgewiesen werden konnte.
Massive Preisabschläge in den USA
Parallel dazu kündigte das Management eine deutliche Anpassung der Preisstrategie für den US-amerikanischen Markt an. Ab dem 1. Januar 2027 wird der Listenpreis für die semaglutidbasierten Medikamente Wegovy, Ozempic und Rybelsus auf einheitlich 675 US-Dollar pro Monat gesenkt.
Für Wegovy bedeutet dies eine Halbierung des bisherigen Preises, während der Listenpreis von Ozempic um etwa 35 Prozent sinkt. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit dem Ziel, Barrieren beim Marktzugang abzubauen und die Erschwinglichkeit für Patienten innerhalb des US-Gesundheitssystems zu verbessern. Marktbeobachter werten die Maßnahme jedoch auch als Reaktion auf den zunehmenden politischen und wettbewerblichen Druck.
Fokus auf neue Technologien
Trotz der aktuellen Hürden investiert Novo Nordisk massiv in die nächste Generation von Wirkstoffen. Eine neue Kooperation mit Vivtex, die ein potenzielles Volumen von bis zu 2,1 Milliarden US-Dollar umfasst, soll die Entwicklung oraler Medikamente für Diabetes und Adipositas beschleunigen. Ziel ist es, biologische Wirkstoffe mithilfe spezieller Technologien in Tablettenform verfügbar zu machen.
Zudem lieferte eine Phase-2-Studie zum Wirkstoff UBT251 positive Signale: Der sogenannte Triple-Agonist erreichte bei Probanden in China einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von 19,7 Prozent nach nur 24 Wochen.
Die langfristige Entwicklung der Aktie hängt nun maßgeblich davon ab, ob das erwartete höhere Absatzvolumen die ab 2027 greifenden Preisnachlässe kompensieren kann. Während Eli Lilly bei der Wirksamkeit der aktuellen Wirkstoffe derzeit einen leichten Vorsprung genießt, setzt Novo Nordisk auf eine Verbreiterung des Portfolios und die Erschließung neuer Verabreichungsformen.
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