HP Aktie: Teurer KI-Boom
Der PC-Hersteller HP steht vor einer paradoxen Situation: Während die Nachfrage nach neuer Hardware durch Windows 11 und integrierte KI-Funktionen deutlich anzieht, geraten die Gewinnmargen unter Druck. Ein globaler Mangel an Speicherchips verteuert die Produktion so stark, dass das Umsatzplus kaum im Ergebnis ankommt. Anleger fragen sich nun, wie effizient das Unternehmen diesen Kostenschock abfedern kann.
Kostenexplosion durch Chipmangel
Hauptgrund für die angespannte Lage ist ironischerweise der Erfolg der künstlichen Intelligenz. Da die Betreiber großer Rechenzentren enorme Mengen an Hochleistungsspeicher benötigen, wird die Produktion von DRAM- und NAND-Bausteinen dorthin umgeleitet. Für Hersteller klassischer Endgeräte wie HP bleibt weniger Material zu deutlich höheren Preisen übrig.
Inzwischen machen Speicherkomponenten etwa 35 Prozent der gesamten Materialkosten eines PCs aus – ein drastischer Anstieg gegenüber dem historischen Durchschnitt von 15 bis 18 Prozent. Diese Entwicklung belastet die Profitabilität erheblich, obwohl der Umsatz im ersten Quartal 2026 um fast sieben Prozent auf 14,4 Milliarden US-Dollar stieg. Besonders das Segment für Firmenkunden erwies sich dabei als Wachstumstreiber.
Skepsis an der Börse
An den Märkten wird die Situation mit Vorsicht betrachtet: Die Aktie notiert seit Jahresbeginn fast 15 Prozent im Minus und verharrt damit weiterhin in der Nähe ihres 52-Wochen-Tiefs. HP ist mit diesem Problem nicht allein, da die gesamte Branche über steigende Inputkosten klagt und bereits Preiserhöhungen für Endkunden vorbereitet. Marktbeobachter befürchten jedoch, dass teurere Geräte die Kauflaune der Konsumenten dämpfen könnten.
Das Management hat seine Erwartungen für das Geschäftsjahr 2026 vorsorglich gedämpft und rechnet nun mit Ergebnissen am unteren Ende der Prognosespanne von 2,90 bis 3,20 US-Dollar je Aktie. Weitere Einblicke in die Strategie zur Margensicherung werden auf einer Branchenkonferenz Anfang März erwartet, wenn das Unternehmen Details zu neuen Lieferabkommen und seiner Preisgestaltung präsentieren wird.
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