Nach monatelangem Rechtsstreit um billige Abnehm-Kopien haben sich Novo Nordisk und die Telemedizin-Plattform Hims & Hers außergerichtlich geeinigt. Der dänische Pharmakonzern sichert sich damit den exklusiven Vertrieb seiner Originalpräparate über die Plattform. Für das krisengeplagte Unternehmen kommt dieser strategische Erfolg zur rechten Zeit, denn schwache Prognosen und enttäuschende Studiendaten belasten derzeit das operative Geschäft.

Ende des juristischen Konflikts

Im Februar 2026 hatte Novo Nordisk noch wegen massenhafter illegaler Herstellung von Nachahmerprodukten geklagt. Nun lenkt Hims & Hers ein: Die Plattform stellt die Vermarktung der günstigen Kopien ein und bietet bestehenden Patienten den Wechsel zu den zugelassenen Originalen wie Wegovy und Ozempic an. Im Gegenzug lässt Novo Nordisk die Klage fallen. Dieser Schritt sichert den Dänen nicht nur den US-Patentschutz bis 2032, sondern erschließt auch einen wichtigen direkten Vertriebskanal, um im hart umkämpften Markt für GLP-1-Präparate wieder Volumen aufzubauen.

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Die Partnerschaft ist ein Lichtblick in einer ansonsten schwierigen Phase. Nach einem schwachen Jahr 2025 rechnet das Management für 2026 mit einem währungsbereinigten Umsatz- und Gewinnrückgang von 5 bis 13 Prozent. Verantwortlich dafür sind der harte Wettbewerb durch Eli Lilly sowie massiver Preisdruck auf dem US-Markt. Diese strukturellen Probleme spiegeln sich deutlich im Kurs wider: Auf Jahressicht hat das Papier knapp 53 Prozent an Wert verloren und notiert mit dem aktuellen Schlusskurs von 33,35 Euro nur knapp über dem jüngsten 52-Wochen-Tief.

Rückschlag in der Pipeline

Erschwerend kommt ein jüngster Dämpfer in der Forschung hinzu. In der REDEFINE-4-Studie verfehlte das Hoffnungspräparat CagriSema das Ziel, eine bessere Gewichtsabnahme als das Konkurrenzprodukt Tirzepatide von Eli Lilly zu erzielen. Zwar wirkt das Mittel mit einer Gewichtsreduktion von über 20 Prozent klinisch signifikant und schlägt Placebos deutlich, doch der direkte Vergleich mit dem Rivalen enttäuschte den Markt.

Als Reaktion auf die gesenkten Unternehmensprognosen und die Studiendaten haben mehrere Großbanken ihre Bewertungen angepasst:

  • Morgan Stanley: Hochstufung auf "Equal Weight", Kursziel 40 US-Dollar
  • Goldman Sachs: Bestätigung "Neutral", Kursziel gesenkt auf 41 US-Dollar
  • J.P. Morgan: Abstufung auf "Neutral", Kursziel gesenkt auf 250 DKK

Neben der operativen Neuausrichtung rückt nun die Kapitalverteilung in den Fokus. Auf der Hauptversammlung am 26. März 2026 in Kopenhagen stimmen die Aktionäre über die Fortsetzung des laufenden Aktienrückkaufprogramms ab. Wenige Tage später, am 30. März, wird die Aktie mit einem Dividendenabschlag gehandelt, da das Unternehmen eine Barausschüttung von 1,275 US-Dollar je Anteilsschein vornimmt.

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