Novo Nordisk hat im Januar gleich mehrere Weichen für 2026 gestellt. Im Mittelpunkt stehen ein neuer Produktschritt im lukrativen Adipositas-Markt, ein Ausbau der Diabetes-Forschung – und ein CEO, der die Prioritäten neu sortiert. Was steckt hinter dem Paket, und warum ist es für die nächsten Quartale relevant?

FDA-Zulassung: Abnehmen per Pille

Der wichtigste operative Baustein: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat ein einmal täglich einzunehmendes GLP-1-Medikament in Tablettenform zur Gewichtsregulierung zugelassen. Novo Nordisk hat die Markteinführung in den USA bereits Anfang Januar gestartet.

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Zugelassen ist die Pille für Erwachsene mit Adipositas oder Übergewicht plus gewichtsbedingten Begleiterkrankungen – und ausdrücklich als Teil eines Programms mit kalorienreduzierter Ernährung und mehr Bewegung. Bemerkenswert ist zudem die zusätzliche Indikation: Bei bestimmten Patientengruppen soll die Therapie auch das Risiko schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfall senken. Das erweitert den medizinischen Nutzen – und kann die Relevanz im Behandlungsalltag erhöhen.

Diabetes-Forschung: Partnerschaft geht in die nächste Runde

Am 20. Januar kündigten Novo Nordisk und Aspect Biosystems eine neue Phase ihrer Kooperation an. Ziel bleibt die Entwicklung von Zelltherapien für Diabetes, konkret rund um aus Stammzellen gewonnene Inselzellen.

Die Rollen sind klar verteilt: Aspect soll Entwicklung, Herstellung und Vermarktung leiten. Novo Nordisk sichert sich gleichzeitig Rechte, um später in Entwicklung und Kommerzialisierung einzusteigen – und erhöht zusätzlich seine Kapitalbeteiligung an Aspect. Strategisch wirkt das wie ein zweigleisiger Ansatz: früh Zugang zu Technologie sichern, ohne die volle operative Last von Beginn an zu tragen.

CEO-Fokus: Kommerzialisierung hat Vorrang

Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference in San Francisco skizzierte der neue CEO Maziar Mike Doustdar drei Prioritäten für 2026:

  • schnellere kommerzielle Umsetzung durch neue Produkteinführungen
  • Fortschritt in der Produktpipeline
  • Balance zwischen finanzieller Disziplin und notwendigen Investitionen

Nach einem „herausfordernden“ Jahr 2025 betonte das Management vor allem die konsequentere Umsetzung im Markt, um die Wettbewerbsposition zu stärken. Das passt zur Botschaft des Monats: weniger nur Ankündigung, mehr Auslieferung.

Auch an der Börse bleibt die Gemengelage gemischt: In den vergangenen zwölf Monaten steht die Aktie deutlich im Minus, zuletzt gab es aber wieder Auftrieb.

Der nächste konkrete Prüfstein folgt schon am 4. Februar 2026 mit den Zahlen für das 4. Quartal und das Gesamtjahr 2025; die Hauptversammlung ist für den 26. März 2026 angesetzt.

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