Novo Nordisk steht vor einer Woche, die gleich zwei Dinge liefern dürfte: mehr Klarheit über das schwierige Jahr 2025 – und frische Indizien, wie viel Zug die neue Wegovy-Pille in den USA wirklich hat. Erste Verschreibungsdaten sprechen für einen starken Start. Doch reicht das, um die zuletzt gestiegene Konkurrenz- und Preisdiskussion zu überdecken?

Wegovy als Pille: Nachfrage zieht an

Laut IQVIA-Daten, auf die sich Barclays-Analysten Ende Januar beziehen, kam die orale Wegovy-Variante in den USA in der Woche bis zum 23. Januar auf 26.109 Verschreibungen. Zum Vergleich: In der ersten vollen Woche nach dem kommerziellen Start am 5. Januar waren es 18.410. Das deutet auf eine schnell wachsende Anfangsdynamik hin.

Wichtig ist dabei der strategische Punkt: Es handelt sich um die erste in den USA zugelassene orale GLP-1-Therapie zur Gewichtsreduktion. Die FDA hatte die Zulassung Ende Dezember 2025 erteilt. Novo Nordisk setzt beim Preis auf eine klar gestaffelte Selbstzahler-Option: 149 US-Dollar pro Monat für die Einstiegsdosis, 299 US-Dollar für höhere Dosierungen.

Vorteil gegenüber Eli Lilly – vorerst

Im Segment der Abnehm-Pillen hat Novo Nordisk aktuell einen Vorsprung. Der mögliche Rivale kommt ausgerechnet vom Hauptkonkurrenten Eli Lilly: Deren Kandidat orforglipron befindet sich noch im FDA-Prüfprozess, eine Entscheidung wird „in den kommenden Monaten“ erwartet.

Gleichzeitig bleibt das Umfeld aggressiv. Im breiteren GLP-1-Markt wird weiter massiv investiert: AstraZeneca sicherte sich laut Reuters per Lizenzdeal Zugriff auf Wirkstoffe aus China – mit einem potenziellen Gesamtvolumen von bis zu 18,5 Milliarden US-Dollar. Eli Lilly kündigte zudem eine 3,5 Milliarden US-Dollar teure Produktionsanlage in Pennsylvania an. Beides unterstreicht: Kapazitäten, Pipeline und Preissetzungsmacht bleiben zentrale Stellschrauben.

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Quartalszahlen am Mittwoch: Darauf kommt es an

Am 4. Februar 2026 veröffentlicht Novo Nordisk die Zahlen für das 4. Quartal 2025 (vor Börsenstart in Kopenhagen), anschließend folgt um 13:00 Uhr MEZ die Telefonkonferenz. Laut Zacks-Konsens werden 11,96 Milliarden US-Dollar Umsatz und 89 Cent Gewinn je Aktie erwartet.

Dass der Termin so im Fokus steht, hat einen Grund: 2025 war von Gegenwind geprägt – inklusive zweier Prognosesenkungen, stärkerem Wettbewerb (u.a. durch Lillys Mounjaro/Zepbound), Druck durch kompoundierte Semaglutid-Alternativen in den USA, Währungseffekten sowie Führungswechsel bis hin zu einem neuen CEO.

Kurz & wichtig für Anleger:
- 04.02.2026: Q4/2025-Zahlen + Call (13:00 MEZ)
- Frühe US-Daten Wegovy-Pille: 26.109 Verschreibungen (Woche bis 23.01.)
- Preis (Self-Pay): 149 USD Einstiegsdosis / 299 USD höhere Dosen
- 11.02.2026: Frist für Aktionärsanträge zur HV
- 26.03.2026: Hauptversammlung
- 06.05.2026: Q1/2026-Zahlen

Auch an der Börse ist das Bild gemischt: Zuletzt gab es eine schwächere Woche, während der Monatsvergleich klar positiv ausfällt (Schlusskurs am Freitag: 50,07 €).

Zum Wochenauftakt geht es damit vor allem um zwei Punkte: Ob die Zahlen und der Ausblick das 2025er-Narrativ stabilisieren – und ob die frühe Dynamik der Wegovy-Pille stark genug ist, um im härter werdenden GLP-1-Markt als neuer Wachstumstreiber durchzugehen.

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