Novartis setzt konsequent auf den Ausbau seiner Onkologie-Sparte. Mit der Übernahme eines vielversprechenden Wirkstoffkandidaten aus den USA sichern sich die Schweizer den Zugriff auf eine neue Generation der Krebstherapie. Der Fokus liegt dabei auf einer spezifischen Mutation, die einen signifikanten Anteil der Brustkrebspatientinnen betrifft.

Der Pharmakonzern lässt sich die Expansion einiges kosten. Bis zu 3 Milliarden US-Dollar fließen für das Programm SNV4818 an Synnovation Therapeutics. Die Struktur des Deals sieht eine sofortige Vorabzahlung von 2 Milliarden US-Dollar vor, während die restliche Milliarde an das Erreichen klinischer Meilensteine geknüpft ist. Novartis übernimmt im Zuge der Transaktion auch die spezialisierte Tochtergesellschaft Pikavation Therapeutics.

Fokus auf Präzisionsmedizin

Bei dem Wirkstoff handelt es sich um einen sogenannten PI3K-alpha-Inhibitor. Dieser setzt gezielt an mutierten Proteinformen an, die bei etwa 40 Prozent der Patientinnen mit HR-positivem Brustkrebs vorkommen. Das Ziel der Entwickler ist eine höhere Wirksamkeit bei gleichzeitig geringeren Nebenwirkungen im Vergleich zu bisherigen Standardtherapien. Novartis plant, den Kandidaten in bestehende Kombinationstherapien zu integrieren, um die Marktposition bei der Behandlung fortgeschrittener solider Tumoren zu festigen.

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Aktie unter kurzfristigem Druck

An der Börse reagierten Anleger zuletzt verhalten auf die Expansionsschritte. Die Aktie verlor auf Sicht von 30 Tagen knapp zehn Prozent an Wert und notiert mit 125,90 Euro derzeit unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Marktbeobachter bewerten die Übernahme zwar als notwendigen Schritt zur Pipeline-Erweiterung, verweisen jedoch auf den intensiven Wettbewerb im Segment der PI3K-Inhibitoren. Der Abschluss der Transaktion wird für die erste Jahreshälfte 2026 erwartet, sofern die Regulierungsbehörden zustimmen.

Mit dem Zukauf untermauert Novartis den strategischen Umbau der vergangenen zwölf Monate. Ob sich die Milliardeninvestition auszahlt, wird maßgeblich von den Daten der laufenden klinischen Phase I/II abhängen. Anleger blicken nun auf den formellen Vollzug der Übernahme bis zum Sommer 2026, der den Weg für groß angelegte Kombinationsstudien ebnen soll.

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