Der Silbermarkt befindet sich in einem eigentümlichen Widerspruch. Das sechste Defizitjahr in Folge zeichnet sich ab — und trotzdem notiert der Preis rund 38 Prozent unter seinem Januarhoch von 116,89 Dollar. Was hält den Markt unten?

Der jüngste Rücksetzer geht direkt auf die US-Notenbank zurück. Die Fed hielt ihren Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent und signalisierte über den „Dot Plot" lediglich eine einzige Zinssenkung für den Rest des Jahres — ein sogenannter „Hawkish Hold", der Edelmetalle belastet. Erschwerend kam ein Ölpreisschock hinzu: Brent notierte trotz eines Rückgangs von einem Spike über 119 Dollar noch immer nahe 110 Dollar. Zinserwartungen für Lockerungen verschoben die Märkte auf 2027.

Nachfrage verschiebt sich — Angebot bleibt eng

Innerhalb der Nachfragestruktur tut sich dabei einiges. Laut Prognosen des Silver Institute und von Metals Focus soll die physische Investmentnachfrage 2026 um 20 Prozent auf 227 Millionen Unzen steigen — ein Dreijahreshoch. Schmuck- und Silberwarennachfrage brechen dagegen um 9 beziehungsweise 17 Prozent ein. Die industrielle Nachfrage aus Solar, Elektronik, Rechenzentren und Automobil bleibt stabil.

Auf der Angebotsseite steigt die weltweite Produktion zwar auf einen Zehnjahreshöchststand von 1,05 Milliarden Unzen — reicht aber nicht aus. Das erwartete Marktdefizit 2026 liegt bei 67 Millionen Unzen. Und das Angebot lässt sich kaum schnell ausweiten: Rund 70 Prozent des weltweiten Silbers fällt als Nebenprodukt der Basismetallförderung an. Ob mehr gefördert wird, entscheidet der Kupfer- oder Zinkpreis — nicht der Silberpreis.

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Analysten sehen deutlich höhere Niveaus

J.P. Morgan erwartet für das Gesamtjahr 2026 einen Silberdurchschnittspreis von 81 Dollar je Unze, ein Reuters-Poll vom Februar kommt auf 79,50 Dollar. Beide Werte liegen spürbar über dem aktuellen Niveau von rund 72,82 Dollar — setzen aber voraus, dass die geldpolitischen Bremseffekte nachlassen.

Charttechnisch bleibt die Zone zwischen 71 und 73 Dollar vorerst Widerstand statt Unterstützung. Solange kein überzeugender Ausbruch über diese Marke gelingt, bleibt die Erholung fragil. Das fundamentale Bild mit anhaltendem Angebotsdefizit und steigender Investmentnachfrage könnte mittelfristig Gewicht bekommen — sobald die Geldpolitik etwas Spielraum lässt.

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